Featured

Geschichten von mir

HIER EINE KLEINE KURZE GESCHICHTE

 

Frantizek,der Ziegenbock
Da gab es einen Ziegenbock,von dem muß ich euch erzählen.Frantizek war ein afrikanischer Zwergziegenbock,rabenschwarz,nur seine Ohren waren weiß.Er hatte ein schönes Leben auf einem Pferdehof,war dort nicht eingesperrt und konnte den ganzen Tag herumstrolchen.Und wenn es ihm auf dem Hof dann doch einmal zu langweilig wurde,dann spazierte er ins Dorf.Dort tauchte er in aller Regelmäßigkeit vor dem kleinen Dorfladen auf,denn dort gab es für ihn immer was zu holen.Er durchstöberte zum Beispiel die Taschen der älteren Frauen,wenn diese vom einkaufen herraus kamen.Niemals jedoch umgekehrt,denn er hatte sehr schnell gelernt,das ihn die meißten der Frauen immer eine Süßigkeit mitbrachten,wenn sie mit vollen Taschen aus dem Laden kamen.Da kam es auch schon einmal vor,das sich Frantizek holte was er wollte,auch wenn es der Dame nicht gefiel.Dann streubte er seinen schwarzen Kamm,stieg auf die Hinterbeine und drohte mit seinen Hörnern.Die eigentliche Tascheninspektion verlief eigentlich recht schnell…..er suchte immer nur nach Gummitieren.
Eines Tages kam er zur Mittagsstunde zu eben diesem Dorfladen.Also keiner da……Mist.Allerdings standen vor der verschlossenen Tür zwei,drei Stiegen einer Käselieferung.Die oberste Stiege mußte dann wohl der Schmelzkäse gewesen sein.Eine Käselieferung nur für ihn allein!Erst schleckte er ein wenig mit seiner kleinen Zunge,dann riß er mit den Zähnen,bis er schließlich den Käse mit den Hörnern malträtierte.Schmelzkäse ist eben doch nicht ganz nach Ziegengeschmack,aber das mit den Hörnern,das machte schon Spaß.
Es war schon ein Bild für die Götter als der Frantizek auf den Hof zurück kam.In seinem schwarzen Fell und auf seinen Hörnern klebte überall Schmelzkäse und Silberpapier…….dazu natürlich Unschuldsmiene.
Zum Glück wurden keine Schadensersatzansprüche gestellt,so wie auch niemals bei all seinen weiteren Streichen und dererlei gab es viele.
Noch in der selben Woche,setzte das Böckchen,wie er auch des öfteren genannt wurde,noch einen drauf.Auf dem Pferdhof wohnte außer mir, noch ein betagtes Rentnerehepaar.Als Frantizek noch klein und knuddelig war,wurde er des öfteren von Oma und Opa in die Wohnung gelassen und hier und da mit einem Happen verwöhnt.Das war zwar nun schon eine längere Zeit her aber warum auch immer,beim Anblick der offenen Tür,schien er sich wieder daran zu erinnern.Die beiden alten Herrschaften saßen gerade beim Frühstück,als Frantizek durch die offene Tür in die Wohnung hinein und stolz wie Alexander der Große an den beiden vorbei marschierte.Oma und Opa fiel beinahe das Brötchen aus der Hand,als der nun recht stattliche Ziegenbock an den beiden vorbei marschierte.Die gestreubten Nackenhaare von Frantizek,zeigten jedenfalls deutlich,das mit ihm nicht zu spaßen war und so zog er in Siegerlaune durch das Wohnzimmer und von da aus direkt in das eheliche Schlafzimmer der beiden.Opa hatte sich nun endlich gefaßt,denn was zuviel war,das war zuviel und eilte hinterher.Böckchen suchte sich derweil den kampftaktisch besten Platz-das Ehebett!Das war nun aber doch zuviel und zornig griff Opa nun zu einem der Kissen.Das hätte er besser bleiben lassen sollen.Denn das war genau nach Frantizeks Geschmack.Opa haute ihm das Kissen um die Ohren,während Frantizek auf die Hinterbeine stieg und mit den Hörnern schnarzte und hakelte,was das Zeug hielt!Natürlich hatte Opa längst nicht so eine gute Kampfkondition wie Frantizek und nach dem nun keine Federn mehr im Kissen,wohl aber im ganzen Schlafzimmer verteilt waren,gab Opa auf.Oma sah es mit Entsetzen.Im Schlafzimmer sah es ja nun auch aus wie auf dem Kilimantscharo,nur das die weiße Pracht kein Schnee war.Auch für Frantizek hatte das Spiel nun seinen Reiz verloren und zufrieden verlies er den Kampfplatz,überall behängt mit den weißen Federn aus dem Kopfkissen.
Ich gebe zu,es kostete mich größte Anstrengung,bei der Schilderung der Kampfszenen von Oma nicht völlig die Kontrolle über meine Gesichtsmuskeln zu verlieren,so sehr kämpfte ich mit einem Lachkrampf.
Natürlich machte die Story im Dorf ihre Runde und die nächsten 14 Tage wurde sie immer mal wieder zum besten gegeben und wurde dabei aufs gemeinste ausgeschmückt.
Doch Frantizek ging auch prima vor einem Schlitten,im Sommer vor einen kleinen Leiterwagen.Damit hab ich dann mein Getreide (immer nur einen Sack) von der Mühle geholt.Mit seinem schicken ,roten Ziegenkumetgeschirre sah er dabei echt gut aus.
Frantizek hat noch viele zum lachen oder zum laufen gebracht.Er ist 9 Jahre alt geworden und verbrachte die letzten 2 Jahre mit einer neuen Freundin,der weißen Ziegendame Tilla-Luise.

Advertisements

Dämonen – Kapitel 23

Hannes schrie vor Wut, er wollte endlich frei sein und etwas trinken! Auch Torû würde bald schreien, ebenfalls aus Wut, aber nicht, weil er etwas trinken wollte, sondern weil ihn das Geschrei aus Hannes Mund nervte, um es mit Worten der früheren Jugend zu sagen: weil es ihn ankotzte.

In einem Traum sah ich den östlichen Himmel sich verfinstern,
doch stand im Westen noch ein bleiches Licht
und eine Stimme rief: “Das Ende steht bevor!”

Hannes schrie vor Wut, er wollte endlich frei sein und etwas trinken! Auch Torû würde bald schreien, ebenfalls aus Wut, aber nicht, weil er etwas trinken wollte, sondern weil ihn das Geschrei aus Hannes Mund nervte, um es mit Worten der früheren Jugend zu sagen: weil es ihn ankotzte.
Ein Mann trat durch eine kleine, eisenbeschlagene Tür in dir Grotte und verpasste Hannes geschickt einen Knebel. Torû runzelte die Stirn, er sah dem Mann, der ihn in der Gasse angegriffen hatte, fast zum Verwechseln ähnlich.

Die gekrümmte Hand seines Gegenübers jagte knapp an Markus‘ Kopf vorbei, als dieser sich gerade noch aus der Bahn warf und sein Knie in den Magen des Angreifers stieß.
‚Ordain‘, Markus riß überrascht seine Augen auf und versuchte wegzuspringen, als sich eine nachtschwarze Kugel um ihn herum materialisierte, doch er prallte gegen die Haut und wurde zurückgeworfen. Er fühlte Blut an der Schulter die, die Mauer berührt hatte herunterlaufen und sah, dass kleine Fetzen seines Fleisches fehlten. Überall um ihn herum öffneten sich kleine und große Mäuler, schnappten auf und zu, vergingen fast schon in der Gier nach Fleisch – seinem Fleisch.

Der Alte schrie im ersten Augenblick triumphierend auf, doch verzog sich seine Mimik schon im nächsten Moment zu purer Überraschung.
An der Rundung, wo die Wand der Höhle zur Decke überging, verzog sich für einen Moment geradezu die Realität und dann…splitterte Glas. Ein Fenster, wo vorher keines gewesen war, zerfiel in tausend Teile und wie in Zeitlupe sackten die Splitter zu Boden. Wie ein Spuk kräuselte sich die Wand in kreisförmigen Wellen um das Fenster herum und verschwand.
Zu Vorschein kam altes, aber auch edles aussehendes und bearbeitetes Holz und kaum hatte es begonnen, als die Illusion der Höhle auch schon vollständig aufgelöst hatte.

Mit einem gewaltigem Krachen zersplitterten die Ketten, die Hannes hielten – gehalten hatten. Er stürzte zu Boden, ging in die Knie und sprang ohne zu Zögern auf ihren Kerkermeister, Torû hatte ihn inzwischen mit Eins betitelt hatte, zu. Dieser drehte sich geschickt und ließ Hannes so über sich hinwegfliegen. Doch auch dieser war ein Könner, rollte sich ab und warf seinen rechten Arm in einer blitzartigen Geschwindigkeit gegen seinen Gegner.
Ein dunkles, wurmähnliches, schnappendes Maul raste Eins entgegen und verbiß sich kurzzeitig in seiner Schulter, aber schon im nächsten Moment ließ es von dem Mann ab, Torû sah, dass ein Brocken seiner Schulter einfach weg war, und biß sich gleich darauf wieder im Magenbereich fest. So ging das minutenlang, bis schließlich nur noch Blut auf dem Boden der Grotte davon kündete, was hier passiert war. Torû lächelte und dachte: „Darkworm – interessant! Vor allem Xzan’s Macht ist beeindruckend, ohne zu sprechen…“
Mit vorläufig mordlüsternen Augen sah Hannes ihn an: „Markus ist etwas passiert.“
Mehr gab es nicht zu sagen, mit einem kurzem Ruck zerrissen auch Torû’s Fesseln und sie liefen auf gut Glück los.

Ein Mann, gekleidet mit Anzug und Krawatte, sprang durch das Fenster und sah auf die Kugel, die Markus immer noch gefangen hielt: „Los jetzt. Ich weiß, was du tust!“

In der Kugel grinste Markus, ein leicht violetter Schein umgab ihn und indem er seine Arme seitwärts von sich wegstieß, drängte der Schein gegen das Schwarz…und ließ es sich auflösen.
Kurz aufkeuchend fiel er auf die Knie und sah den Geschäftsmann, der sich zum Alten gewandt hatte und seltsam mit seinen Händen fuchtelte. Minimale, kaum sichtbare Schnitte erschienen überall am Körper des Alten, seine Augen weiteten sich und er…sein Körper fiel in sich zusammen, zu vielen, kleinen Stücken zerschnitten.
Markus holte tief Luft und wurde schon durch einen Fußtritt, der sein Kinn traf weggeschlagen. Er fiel schwer zu Boden, streckte seine Arme nach hinten, stützte sich auf ihnen ab und drückte sich so in die Luft. Nach einem Handstand stand er wieder wehrte die nächsten Angriffe ab.

„Dieses Haus ist zum verrückt werden!“, Torû wurde auch sauer. Seit Stunden rannten sie durch die verwinkelten Gänge einer uralten Villa und fanden einfach nichts, woran sie sich orientieren hätten können und, als wäre das nicht genug, jetzt wurden sie auch immer wieder von kleineren Schrecknissen angegriffen, Darklings oder Quälgeister. „Ein hoher Würdenträger der Hölle ist hier, so etwas passiert immer“, meinte Hannes während sie weiterrannten.

„Jetzt reicht’s aber!“, mit einem Kampfschrei ging Markus in den Angriff über, durch Adrenalin stärker und schneller geworden. In wenigen Augenblicke hatte er seinen Gegner in die Ecke gedrängt und mit dem Spruch ‚Spen‘ blutend festgenagelt.
Kaum nach Atem ringend richtete Markus seine Aufmerksamkeit Xandro und dem Geschäftsmann zu. „Wer bist du?“
Der Mann lächelte während er weitermachte, mit…was auch immer er tat. Er hatte Xandro’s blutende Gestalt genommen (das Gesicht war noch immer nicht sichtbar) und kopfüber, in Kreuzform an die vermutlich nördliche Wand des Saales genagelt. Immer mehr Blut sammelte sich in einem Auffangbecken unter Xandro.

Im Laufen sprang Torû ab, drehte sich und trat die Tür vor ihnen mit einem gewaltigem Krachen auf. Ein kurzer Schmerz zuckte durch sein Bein: „Angeknackst“, dachte er sich, „Nichts schlimmes!“
Dann fiel ihm auf, dass ihn sein Schwung noch um einiges weiter getragen hatte und er immer noch…nun nicht mehr flog. Er prallte auf den Boden und schlitterte einige Meter weit. Nässe war unter seinen Fingern, also hob er die Hand sah sich die gespreizten Finger an. Blutrote Flüssigkeit tropfte zu Boden, er sah sich um und erkannte, worin er lag. Das, was hier eine Blutlache verursacht hatte, war wohl einmal ein kompletter Körper gewesen, nun waren es nur noch Fleischstückchen.
Mit einem kurzem Schrei sprang er auf und wischte sich so gut er konnte das Blut von seiner Kleidung.

Markus war kurz aber heftig zusammen gefahren, als die Tür aufkrachte und hatte sich gerade noch das Lachen bei Torû’s komischer Figur in den Überresten des Alten verkneifen können. Auch Hannes betrat nun den Saal und der Geschäftsmann hatte sein Werk wohl vollendet, er wandte sich den Drei zu und meinte mit einem gemeinem Gesichtsausdruck: „Jetzt seid ihr, sind wir ja alle versammelt!

Dämonen – Kapitel 22

„Am Beginn war das Ende, am Ende war der Beginn. Willkommen Bruder, am Anfang vom Ende!“, sagte der kleingewachsene Mann, der Markus kurz vorher in den Weg getreten war.

Wir nennen uns nicht mehr die “Arkane Bruderschaft”!
Wie dann? “Fröhliche Wirker finsterer Magie”?

„Am Beginn war das Ende, am Ende war der Beginn. Willkommen Bruder, am Anfang vom Ende!“, sagte der kleingewachsene Mann, der Markus kurz vorher in den Weg getreten war. „Kann ich etwas für Sie tun?“, fragte Markus sicherheitshalber noch nach, doch schon sprang der Mann mit ausgestrecktem Fuß nach vorne, was Markus aber problemlos mit seinem Unterarm abwehren konnte. Der Mann trat, kaum aufgekommen, sofort nach und versuchte Markus in die Kniekehle zu treffen, auch dieser Attacke wich er aus, diese Mal, indem er einfach über den wirbelnden Fuß seines Gegners sprang, dann trat Markus selbst zu. Die Wucht des Trittes riß den Kopf des Mannes nach hinten und ließ ihn stürzen. Der Sieger stand fest auf seinen Beinen, als er einen kurzen, stechenden Schmerz im Nacken spürte. Seine Hand zuckte in seinen Nacken und er fühlte dort einen kleinen Pfeil stecken. Sein letzter Gedanke war, während er sich umdrehte und einen verschwommenen Blick auf den Angreifer aus dem Hinterhalt, einem alten, gebrechlichen Mann, den er vorher im Lokal gesehen hatte, erhaschte: „Auch noch in den Nacken. Da werden die tollsten Helden doch immer getroffen…“ Jetzt erst fiel er ohne eine Chance sich abzufangen zu Boden und blieb liegen.

„Am Beginn war das Ende, am Ende war der Beginn. Willkommen Bruder, am Anfang vom Ende!“, die gleichen Worte, mit denen ihn der erste Angreifer begrüßt hatte, weckten Markus nun auf. Sein Kopf schmerzte, vermutlich vom Gift her, dafür konnte er aber klar denken, sich jedoch nicht bewegen. Er richtete seinen Blick zu seinen Füßen, sie waren fest verschnürt, seine Arme fühlte er auf seinem Rücken, ebenfalls gebunden.
Prüfend versuchte er seine Hände zu bewegen, doch wie Markus es sich gedacht hatte, hatte er keine Chance sich zu befreien.
„Wer seid ihr?“ „Wir?“, ein Mann mit einer vollkommen ausdruckslosen Maske trat in sein Blickfeld, „Wir sind die Bruderschaft des Anfangs vom Ende!“ Markus Gesicht sagte alles, was er dachte.
„Wie auch immer“, die Person mit der Maske, Markus erkannte nun, dass sie ein schwarzes Jackett trug, trat näher an ihn heran: „Ich befreie dich jetzt, also töte mich bitte nicht.“ Ohne lange nachzudenken nickte Markus, ein Nicken war kein Versprechen. Seine Fesseln lösten sich auf ein Fingerschnippen der Gestalt und Markus richtete sich langsam, vorsichtig auf. Sein Blick wurde immer klarer und er sah, dass, jenes, was er für eine finstere und grauenerregende (Klischee, mal wieder…) Gruft gehalten hatte, eine gemütlich eingerichtete und große, eine wirklich, wirklich große Höhle war. Die Gestalt trat an einen weißen Kühlschrank, der vollgepint mit verschiedenfarbigen Zetteln war und öffnete ihn. „Willst du auch eine?“, er hielt fragend 2 Bierflaschen in die Höhe. Markus sah überrascht aus, bejahte aber mit offenem Mund. „Chips? Chili? Was anderes zu essen?“, die Gestalt warf ihm eine Flasche zu, die Markus geschickt auffing und an einer Kante der Wand öffnete. Gut gekühltes, wohltuendes Bier rann seine Kehle hinunter, es war ein wunderbares Gefühl.
„Ich bin übrigens Xandro“, meinte die Gestalt und öffnete seine Flasche ebenfalls. Sie stießen an und tranken jeweils ihre Flasche leer.
Einige Zeit später hatten sie sich gemütlich in ein paar Sessel gelegt und sahen, ohne wirklich es wirklich zu beachten, auf einen Fernsehbildschirm. „Also, was wollt ihr oder willst du von mir?“, fragte Markus.
Xandro’s Antwort bestand aus einem Namen: Sylwia.

Klamm war die Grotte in der Hannes und Torû mit Ketten an die Wand gehängt worden waren. Torû versuchte, zum etwa hundertstem Mal, durchzudenken, was passiert war – er hatte das Lokal verlassen und war durch einen schrillen Pfiff in eine Gasse gelockt worden. Obwohl er einen ausgeprägten Gefahrensinn besaß, war der Faustschlag des Mannes vollkommen überraschend gekommen. Die schnellen und gut plazierten Schläge hatten ausgereicht, dass er sich nicht auf seine Verteidigung hatte konzentrieren können. Irgendwann war er halbohnmächtig in die Schatten geschleift worden und sah dort wie sich drei Männer, die sich gleich bewegten und die gleiche Statur besaßen über Hannes hergemacht hatten. Er hatte sich immerhin wehren können…

„Vergiss es!“, fest war Markus‘ Stimme. „Wirklich?“, Xandro war scheinbar wirklich überrascht, „Nun dann…tut’s mir nicht leid!“
Markus blieb gerade noch die Zeit für ein „Was?“, als Xandro’s Ferse den Sessel dort durchschlug, wo gerade Markus‘ Hals gewesen war. Er rollte sich ab und wich den folgenden Attacken durch Xandro immer wieder aus.
Irgendwann war fast die gesamte Einrichtung zerschlagen und schwer atmend standen sich die beiden gegenüber. „Die Bruderschaft braucht Sylwia. Wir brauchen sie!“, Xandro gab nicht auf. Schon die ganze Zeit sprach er in einem seltsam – monotonem Ton, als müsste er sich den Grund des Kampfes selbst erst klar machen.
„Wenn du sie uns nicht gibst, dann wirst du sterben. Deine letzte Chance!“ Markus schüttelte den Kopf und sammelte Energie in seinen Händen.
„Dann eben…‘Lightning‘!“, Xandro schrie und aus seinen Augen stachen bläulich schimmernde Blitze nach Markus – sie trafen. Strom ließ seinen Körper zucken und, als es den Körper wieder verließ, ihn zu Boden fallen, von innen rauchend. Markus keuchte und hob seinen Kopf, seine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen: ‚De Farla‘ Markus streckte seinen Arm in Richtung Xandros und ein hellweißer Strahl verschlang für Momente den aufschreienden Körper seines Gegners. Nur wenige Sekunden, dann verklang der Spruch.
Xandro’s Körper qualmte nicht, nein, er brannte. Zwar nicht von innen wie Markus, aber noch eine ganze Weile umspielte die Energie seine Gestalt. Die Maske war verkohlt, wie Markus jetzt erkannte, aber er erkannte nichts.
„Was zum Ende war das?“, zwei Männer betraten den Raum. Genau die gleichen, die ihn, Markus, in der Gasse besiegt hatten. Und jetzt wusste er auch, was ihn in der Zeit mir Xandro gestört hatte – sie sahen, von Alterszeichen abgesehen, absolut gleich aus.
Sie schrien beide auf und der Ältere rannte zu Xandro, der andere stellte sich kampfbereit Markus gegenüber.

Dämonen – Kapitel 21

In seinem Hotelzimmer angekommen, warf Markus erst einmal seine Sachen auf einen Haufen und packte sie von diesem Haufen nach und nach in seinen Koffer und Rucksack. Vom einem Moment auf den anderen blieb er wie angewurzelt stehen. Wie kam sein Buch aus Kasshin hierher? Er hatte es nie eingepackt!

Es gibt keine Sicherheit auf Erden, nur Chancen.
(Douglas MacArthur)

In seinem Hotelzimmer angekommen, warf Markus erst einmal seine Sachen auf einen Haufen und packte sie von diesem Haufen nach und nach in seinen Koffer und Rucksack. Vom einem Moment auf den anderen blieb er wie angewurzelt stehen. Wie kam sein Buch aus Kasshin hierher? Er hatte es nie eingepackt!
Zögernd öffnete er die nächste Seite und las das, was Sylwia schon gelesen hatte. Dann blätterte er um und las dieses:
Tod,
bitterer Tod
Nimmst der Frau den Mann
Lässt sie allein zurück

Tod,
grausamer Tod
Nimmst dir was du willst
Nimmst die Mutter
Hast deine Soldaten
Hast sie unter deinem Befehl

Tod,
lieblicher Tod
Nimmst die Alten
Ereilst das Opfer
Erlöst den Kranken

Tod,
einsamer Tod,
Nimmst,
was dir gehört
Tust,
was du musst

Markus lächelte, ja, aus diesem Gedicht sprach eine gewisse Wahrheit heraus. Er packte das Buch ein und lief nach unten, warf dem Chef genug Geld hin und rannte, ohne Hannes Bescheid zu sagen, zurück in den Club.
Aber wer erwartete ihn da mit einer Bierflasche in der Hand? Hannes!
Er seufzte wieder und setzte sich zu Torû und Hannes an den Tisch: „Du hast aber auch mächtige Gefährten, Markus!“, meinte Torû lächelnd, aber angespannt. Stimmt, davon wusste er ja nichts. Markus erzählte ihm die Geschichte und Torû entspannte sich sichtlich.

Am nächsten Morgen waren die drei früh auf den Beinen. Tatsächlich, Hannes war früh aufgestanden, endlich etwas, worüber Markus Witze reißen konnte. Das tat er auch, obwohl sie nicht gerade der Reißer waren.
„Immerhin haben wir uns jetzt gefunden. Jetzt müssen wir Chentu und Sylwia ausfindig machen und dann geht’s weiter. Kain dürfte bald…“, meinte Torû und stockte. Markus sah ihn erwartungsvoll an, doch sein Gegenüber wich den Blicken aus und schwieg beharrlich.
Mit einem Taxi fuhren die beiden zum Flughafen der Stadt und von da aus nahmen sie die nächste Maschine zu den Osterinseln, von dort hatte Torû nämlich letzte Meldungen von Sylwia erhalten.
Der Flug war ereignislos und nach einer problemlosen Landung stiegen sie in Hawaii-Hemden gekleidet und mit aufgesetzter Sonnenbrille aus dem kleinem Flugzeug. Der kurze Weg durch die gnadenlos niederbrennende Sonne zur Flughafenhalle, ließ sie in Schweiß ausbrechen. „Und wohin nun?“, fragte Hannes, der wie ein typischer Bodyguard gekleidet war. Schwarzer Anzug, Lautsprecher im Ohr, welcher allerdings an einem Discman hing, in dem sich pausenlos Scheiben von Catamenia, Naglfar, Hypocrisy, Immortal und ähnlichen Bands drehten sowie die tiefschwarze Sonnenbrille, auch das Pistolenhalfter unterm Jacket fehlte nicht.
„Eigentlich sollten wir abgeholt werden. Ich sehe aber niemanden…“, suchend sah Torû sich um. Tatsächlich, nirgends ein Zeichen von Bekannten oder jemandem, der sie suchte. Er wunderte sich ein wenig, das war untypisch für Sylwia. „Na ja, was soll’s? Trinken wir mal noch etwas!?“ Schweigend stimmten die beiden anderen zu und setzten sich in ein kleines, relativ sauberes Lokal, das durch einen ungeheuren Ventilator gut gekühlt wurde. Ohne viel zu überlegen bestellten 2 von ihnen Wasser und der Dritte (wer wohl?) ein Bier.
Dann saßen sie da und warteten.

Und warteten. Es wurde schon Abend, als sich Torû etwas aufgeregt umsah: „Das gibt’s doch nicht! Ich habe doch Bescheid gegeben…“ Er stand auf und verschwand, stumm warteten die Verbliebenen. Und warteten. Wieder vergingen Stunden, dann stand Hannes auf, murmelte etwas wie: „Suche mal.“ und ging.
Markus saß ratlos am Tisch und beobachtete die Wassertropfen, die am Glasrand hinunterliefen.
Irgendwann war er es leid. Mit einem Ruck stand er auf, schmiß ein paar Münzen auf den Tisch und ging aus dem Lokal.
Draußen sah er sich um. Kein Mensch zu sehen. Nein, viele Menschen zu sehen, aber keiner, den Markus kannte. Kurzentschloßen ging er zur Flughafenverwaltung, zögerte aber vor einer kurzen, dunklen Gang. Er grinste – ja, da war jemand. Aus reinem Trotz trat er den Weg

Dämonen – Kapitel 20

Torû uns Sylwia standen, leicht zitternd, vor Godot, der aus der beiden tiefen Wunden in Strömen blutete und trotzdem nicht fiel. Torû hatte in der Zwischenzeit Kenshin’s Schwert an Sylwia weitergereicht und das Schwert des Wassers aufgenommen, auch Godot blieb kampfbereit und lächelte nachsichtig: „Wenn ihr jetzt geht, verschone ich den Großteil der Schule und euch.“

heutzutage machen 3 Pointen und eine Lüge einen Schriftsteller.
(Lichtenberg)

Torû uns Sylwia standen, leicht zitternd, vor Godot, der aus der beiden tiefen Wunden in Strömen blutete und trotzdem nicht fiel. Torû hatte in der Zwischenzeit Kenshin’s Schwert an Sylwia weitergereicht und das Schwert des Wassers aufgenommen, auch Godot blieb kampfbereit und lächelte nachsichtig: „Wenn ihr jetzt geht, verschone ich den Großteil der Schule und euch.“
Sie sahen sich nur für einen kurzen Augenblick in die Augen und trotzdem wussten sie genau, was der andere dachte. Mit Kampfschreien des Trotzes hieben sie auf Godot ein, welcher taumelte. Tatsächlich taumelte.
Dann straffte sich sein Körper und seine Klauen zischten durch die Luft, warfen die beiden zurück. Sie schrien wieder, doch dieses Mal vor Schmerzen.
Die Körper der beiden Menschen krachten gegen Wände der Halle, rutschten daran herunter und blieben liegen.
Godot stand, schwer keuchend, alleine da. Dann verzog sich sein bis eben noch freundlich anzusehendes Gesicht zu einer hässlichen Grimasse des Hohns und er stieg die Treppen zur Kammer Sensei’s hinauf.

„Und dann? Ihr liegt in der Ecke, ausgeknockt. Wie habt ihr es geschafft?“
Torû’s Miene verzog sich etwas nachdenklich: „Ich weiß nicht genau, wenn ich ehrlich bin zumindest. Ich wachte durch ein unheilvolles Gekreische auf und sah Godot…nein, nicht Godot. Es war sozusagen ein Abbild seines Körpers. Sag meinetwegen sein Geist oder seine Seele dazu, ich weiß nicht, wie man es nennen soll.“
Markus nickte, er wusste es seit seinem ‚Besuch‘ in der Hölle.
„Jedenfalls wich sein Geist unter peitschenartigen Angriffen grün leuchtender Tentakeln. Das erinnerte mich auch total an Lovecraft’s Geschichten über die Großen Alten, weißt du, was ich meine?“
Markus bestätigte: „Ja, Cthulhu, Shub-Niggurath, und die ganzen anderen.“
„Genau. Wie viele andere Autoren schrieben, sind oftmals Tentakel Markenzeichen der Großen Alten oder ihrer Diener. Und ich persönlich verbinde Tentakel, warum auch immer, mit grünem Leuchten. Insofern lag für mich dieser Schluß nahe, oder?“ Wieder nickte Markus und trank einen weiteren Schluck aus seiner mittlerweile vierten Bierflasche.
„Um zum Schluß dieses Kapitels zu kommen – wir werden gleich noch einmal ein Lied spielen – mit jedem Treffer den diese Auswüchse landeten löste sich ein Teil dieses Körpers auf, irgendwann war er ganz verschwunden. Später fanden wir viele der Schüler und einige der Lehrer grausam hingeschlachtet, Sensei im Koma liegend und Godot lag ebenfalls tot da. Vor Sensei’s Schreibtisch, an seinem Körper waren nur die uns bereits bekannten Wunden.“ Torû stand ruckhaft auf: „Entschuldige mich!“ und lief zur Bühne: „So, auch wenn’s sich keiner wünscht, noch ein Lied unsererseits. Hier kommt ‚In the shadows‘!“
He’s the one
Who brings the chaos
He’s the second
Who fight him in heaven
He’s the third
Who kills the angels
He’s the fourth
Who rules the christian hell
He’s the fifth
Who destroys the earth
He’s the sixth
Who stands alone
Six – Six – Six

In the shadows, in the shadows
He was born
In the shadows, in the shadows
He will die

In the dark, another night
Out of shadows
He will arise
Cadaverous wind
Cold – like – ice
Blowing out of the hole
He will not die
`till death is dead
No hope, no life,
No survive

In the shadows, in the shadows
He was born
In the shadows, in the shadows
He will die

Torû und einer der Gittaristen wechselten sich mit dem Gesang ab, der eine mit einer jaulenden Death Metal-Stimme, der andere mit einer tiefen, grollenden Black Metal-Stimme. Wieder wurden die Instrumente weggelegt: „Das war’s. Für heute abend!“ Torû grinste und sprang wieder von der Bühne.
Markus applaudierte dem Ankommenden: „Ihr seid wirklich gut.“ Torû verbeugte sich leicht spöttisch und öffnete eine weitere Flasche Bier: „Im Moment sind wir auf der ganzen Welt unterwegs und suchen dich. Ehrlich, wir hatten ja, sag ich mal so, auch unsere Pläne mit dir. Chentu zieht alleine rum, Sylwia auch, ich ziehe mit denen da umher, erkennst du sie eigentlich?“ Dieses Mal schüttelte Markus seinen Kopf und seine Haare wirbelten um seinen Kopf. „Es waren auch Schüler ‚Kasshin’s‘. Die anderen und die Lehrer wurden von ‚Masshin‘ aufgenommen, der Schule auf dem Nordamerikanischen Kontinent. Ihre Leute, die uns gegen eine Bedrohung anderer Art hatten helfen wollen, kamen ja leider zu spät bei uns an.“ Er seufzte und setzte die bedauerlicherweise schon leere Flasche an.
„Wo schläfst du zur Zeit?“, fragte Torû. „Drüben, auf der anderen Straßenseite. Im sogenannten Paradiso! Ok, man muss zugeben, für Ungeziefer dürfte es wirklich ein Paradies sein.“
„Hol deine Sachen und komm her, du pennst ab sofort hier!“ Markus nickte wieder einmal und stand – ohne Widerspruch – auf.

Dämonen – Kapitel 19

Blinzelnd öffnete Markus seine Augen. Das grelle Licht der immer wieder aufblitzenden Discoleuchten blendeten ihn fast schon. Verschwommen sah er Köpfe über sich auf, rein instinktiv schlug er auf eines von ihnen ein.

Musik wird oft nicht schön gefunden,
weil stets sie mit Geräusch verbunden.
(Wilhelm Busch)

Blinzelnd öffnete Markus seine Augen. Das grelle Licht der immer wieder aufblitzenden Discoleuchten blendeten ihn fast schon. Verschwommen sah er Köpfe über sich auf, rein instinktiv schlug er auf eines von ihnen ein. Das Ding ruckte zurück, als sich seine Faust in die Mitte des Dings traf. Sofort wollte Markus auf ein anderes der Dinger schlagen, doch schon fühlte er sich von festen Fäusten – halt! Wieso sollten es Fäuste sein? Es könnten doch auch…könnten auch…er schaffte es nicht seinen Gedanken zu beenden.
Langsam klärte sich seine Sicht und er erkannte Torû, der sich die blutende Oberlippe hielt, lächeln: „Du bist also zurück. Wurde aber auch Zeit!“ Torû stand auf und hielt Markus die Hand hin, der sie ergriff, dann zog er ihn hoch: „Pass auf, wir haben noch 2 Lieder. Ein Cover und eins unserer Lieder, warte doch bitte solange!“ Schon sprang er wieder auf die Bühne und entschuldigte sich beim Publikum.
„Evil Truth“, die, welche noch anwesend und nicht gänzlich betrunken waren, jubelten laut, verhältnissmässig laut zumindest, als das Gitarrenspiel begann.

Another time, another tale
Another war on earth
Why did you what you have done?
What fight you against?

Against bitterness?
Against pain?
Or against lonelyness?
Where have you gone when I was alone?

Now talk!
Tell us the evil truth
Your evil truth

You’re a lie in my live
You’re a fiction in my dreams
How can you walk over my – planet?
Who gave you the permission?

Now talk!
Tell us the evil truth
Your evil truth

Listen to my soul
Listen all to my soul
She will tell you the truth
The evil truth!

Listen to my soul
Listen all to my soul
She will tell you the truth
The evil truth!

Now talk!
Tell us the evil truth
Your evil truth

Bombs are over – what is the virus doing?
Rain is always here
Never go away
On broken wings
We can’t fly high in the sky

Where did you came from?
Listen!
I asked: Where did you came from?
Why are you here?

Listen to me!
Listen to my soul!
Listen to my

…to my evil truth

Das Lied klang aus und auch Markus, der anfangs eher desinteressiert zugehört hatte, klatschte laut und rief nach Zugabe, solche, ja, vom Text einmal abgesehen, Kunst, hatte er selten gehört!
Torû lächelte in sich hinein und übersprang die Zeit, die zum Neustimmen der Instrumente benötigt wurde mit einige Anekdoten aus sein Jugend, welche sich für Markus allerdings etwas…unglaubwürdig anhörten. Wie auch immer, kurz danach waren die Instrumente fertig und die Band bereit.
„So, ein wenig Wasser für die, die noch stehen!“, Torû spritzte den Rest Wasser aus seiner Flasche ins Publikum, die das dankbar aufnahmen und sprach weiter: „Ihr kennt ja unseren Geschmack an Musik, deswegen haben wir uns gedacht, heute mal eine Coverversion von Pain darzubringen…Close my eyes!“
Das Publikum klatschte zwar, aber scheinbar kannten sie das Lied nicht. Markus lachte auf, er immerhin liebte dieses Lied. Ach nein, Shut your mouth, wieso verwechselte er das immer?
Can’t see faith through the tears
of my swollen eyes

I try to dry
I pretend it’s not as bad as it seems… what a lie

how can we be so blind
every time a child dies
people are starving
rain forests are falling
the bombs are dropping from the sky

I don’t know why – it sticks in my head
I close my eyes – and it hurts me so bad
I don’t know why – it sticks in my head
I close my eyes – I close my eyes

I close my eyes

I look away from this misery
and I hope the problem will disappear

but it still hurts me everytime a child dies
it’s like a knife you stab in my heart
and twist it, twist it, twist it around

I don’t know why – it sticks in my head
I close my eyes – and it hurts me so bad
I don’t know why – it sticks in my head
I close my eyes – I close my eyes

Das Lied klang aus und ohne zu warten sprang Torû von der Bühne, klopft dort jemanden auf die Schulter und sprach da mit einem anderen. Dann stand er vor Markus und grinste breit: „Den Schlag ist weiterhin nicht von schlechten Eltern!“ Etwas düster sah ihn Markus in die Augen: „Wo seid ihr? Wo wart ihr? Und vor allem, was ist passier?“
Abwehrend hob Torû die Hände: „Eins nach dem anderen! Und das erste ist“, Gedankenpause für Markus, „Bier! Freibier!“ Er grinste noch breiter, trat zur Theke, holte 2 Bier und gab eins davon Markus, der nahm es dankbar an.
Sie gingen in eine dunkle Ecke und setzten sich an einen runden, verschmierten Tisch.
„Ja, was ist passiert? Kasshin wurde angegriffen, Kenshin getötet, Sensei wahnsinnig und na ja, wir flohen. Im Kurzdurchlauf war es so…“ Torû sah etwas betrübt aus, ein ganz klein wenig, wie Markus auffiel.
„Das Kenshin tot ist, weiß ich. Wer war es?“, fragte Markus lauernd, auf Rache hoffend. Torû flüsterte ihm den Namen ins Ohr: „Aber er ist schon tot. Irgendwie haben wir es schlußendlich geschafft…“, er seufzte.

Dämonen – Kapitel 18

Langsam, mit gemessenen Schritten trat Godot auf Kenshin zu, bis er genau vor ihm stand. Das Visier Godots öffnete sich und hervor kam ein gemütliches Gesicht, welches jeder mit einem netten und freizügigen Menschen assoziieren würde.

„Weißt du schon, wer gestorben ist?“, fragt er ihn.
Meint Paul: „Mir ist jeder recht!“

Langsam, mit gemessenen Schritten trat Godot auf Kenshin zu, bis er genau vor ihm stand. Das Visier Godots öffnete sich und hervor kam ein gemütliches Gesicht, welches jeder mit einem netten und freizügigen Menschen assoziieren würde. Kenshin’s Zittern verstärkte sich noch, als sich die rechte Faust, die, wie gerade jetzt Torû erkennen konnte, riesig und, interessanterweise, grün war, um Kenshin’s Kehle schloß. Dann hob Godot Kenshin in Augenhöhe, sein Mund öffnete sich und nadelspitze Zähne traten hervor, wuchsen geradezu aus dem Mund heraus. Godot hob sein anderen Arm, unterarmlange Klauen traten aus den Fingerspitzen hervor und langsam, ganz langsam führte er die des Zeigefingers an das linke Auge Godot’s heran. Angstschweiß perlte Kenshin’s Stirn hinab und immer noch konnte er sich nicht bewegen.
Dann drückte Godot zu und eine rot – weiße Masse lief aus der Augenhöhle die Wange hinab. Irgendwie schafft es Kenshin trotz der Schmerzen den Griff Godot’s zu sprengen, dann fiel er zu Boden…und lachte.
Lachte hämisch als er seinen rechten Arm hob, indem das Schwert des Wassers lag. Godot’s Blick zuckte an seine Seite, tatsächlich, das Schwert war weg. Sein Visier schloß sich wieder und er ging in Verteidigungsposition.
Kenshin grinste während er das Schwert ein wenig durch die Luft wirbeln ließ. Unglaublich ausgeglichen, dachte er. Blut aus seiner Augenhöhle tropfte im Sekundentakt zu Boden, ihm war klar, dass er, selbst wenn er den Kampf gewinnen sollte, nicht mehr lange zu leben hätte. Mit einem Kampfschrei sprang er vor und hieb nach Godot’s Kopf, der allerdings duckte sich weg und zerschnitt Kenshin’s Brust mit seinen Klauen. Trotzdem drang klein Schmerzensschrei aus Kenshin’s Brust als er zurück und gleich wieder vorsprang, das Schwert wieder über seinen Kopf erhoben. Godot versuchte noch auszuweichen, doch er war zu langsam. Das Schwert schlug durch die Rüstung in seine Schulter ein. Blut spritzte und vermischte sich auf Kenshin’s Gesicht mit seinem eigenem.
Kenshin ließ sich längs zu Boden fallen und wirbelte so durch die Luft, dass seine Ferse in Godot’s Kniekehle traf. Kurz knickte er ein, konnte sich aber auffangen, bevor etwas für ihn gefährliches geschah.
Dann zuckte ein beißender Schmerz durch Kenshin’s Fuß und er zog ihn schnell zurück. Was er sah ließ ihn vor Wut und Überraschung aufschreien. Die gesamte Ferse war einfach weg, wie…abgebissen. Godot lachte höhnisch auf und stach nach Kenshin’s Kopf. Noch einmal konnte er sich durch Wegrollen retten.
Er sprang aus dem Liegen in die Knie und das Schwert biß sich in den Hals Godot’s. Sein Lachen verklang, als er Blutstropfen die Klinge hinunter perlen sah: „Du…Dreckskerl!“ Er hieb wieder zu und das Schwert flog, mit der Hand am Griff, im hohem Bogen davon.
Kenshin saß nun wirklich auf seinen Knien. Sein Blick war zu Boden gesenkt und mit seiner noch vorhandenen Hand hielt er den Armstumpf, aus dem im dunklem Rot sein Blut pulsierte.
Dann hob er den Kopf und sah mit festem Blick in Godot’s Augen: „Ja, ich sterbe. Das war mir schon vorher klar. Und doch, dich nehme ich mit!!“ Mit diesen Worten sprang er auf, eins der Wurfmesser ziehend und drückte es in Godot’s Hals, durch die vorher entstandene Lücke. Mit aller Kraft presste er es vorwärts, während Godot ob der Wucht der Stoßes zurücktaumelte. Beide sahen sich in die Augen und Kenshin hörte am Rande des Bewußtseins, als das Maul in Bauchhöhe sich wieder öffnete und ein großes Stück seines Magens herausriß, wie Torû vor Gram und Wut schrie. „Warum ist er wütend?“, fragte sich Kenshin, „Schicksal ist doch Schicksal.“

Markus zog, Hannes im Schlepptau, nun schon seit einiger Zeit über die Welt, auf der Suche nach anderen Magierschulen oder, noch besser, alten Bekannten aus ‚Kasshin‘. Kein Mensch und auch sonst nichts wusste, wo sie hin waren. Wo waren Sylwia, Chentu, Sensei und die anderen? Wo war Torû?
Er wachte auf un streckte sich, noch im Bett einer heruntergekommenen Absteige liegend. Etwas krabbelte über den schief stehenden Nachttisch und er schlug zu. Ein Knacken ertönte, als der Panzer der Wanze zerbrach.
Mit einem Seufzen rollte er sich aus dem Bett und erhob sich. Im Club gegenüber, wo er jemanden treffen sollte, der anscheinend mehr über das Schicksal seiner Freunde wusste, sollten heute abend wieder einige Liveauftritte sein. Haven, Children of a metallic Guardian und einige andere unbekannte Bands. Er wusste sicher, dass er vor dem Auftritt des Topacts, namentlich eben Haven, sich nicht rübermühen musste und sein Gefühl sagte ihm, dass Hannes ebenfalls nicht stören würde. Der hatte genug damit zu tun Geld für Frauen und Alkohol auszugeben. Wieder seufzte Markus, früher hatte er es fast genauso gehalten und heute?
Er lächelte als er sich vorstellte, wie sehr er sich verändert hatte. Nach einigen Liegestützen und Sit – Ups setzte er sich im Schneidersitz auf das Bett und schloß die Lider. Sein geistiges Auge raste über diese Welt und suchte nach einer Spur, nach einem Zeichen seiner Freunde. Er brauchte sie, brauchte ihre Hilfe, vor allem brauchte er sie bald. Von diesem Problem abgesehen war alles organisiert, jeder seiner Verbündeten stand bereit. Und doch, er wiederholte den Gedanken seit damals immer wieder, ohne seine Freunde war sein Vorhaben zum Scheitern verurteilt.

Der Tag verging in Meditation und am Abend schlugen plötzlich Markus‘ Augen auf. Er bewegte seine Füße und hätte beinahe aufgeschrien. So lange ohne sich zu bewegen zu sitzen verkrampft eben die Muskeln. Er machte einige Dehnübungen und trat, nach Aufnahme seines Rucksacks, an die Tür. Knarrend öffnete sie sich und mit einem schnellem Schritt trat er aus dem Zimmer, danach schloß er die Tür ab und verstaute die Schlüßel tief in seiner Hosentasche. Aus Hannes‘ Zimmer drang lautes Schnarchen, also konnte er wohl wieder auf ihn verzichten. Besser gesagt, er musste es.
Durch den schmutzigen Flur, dessen Wände mit halbintelligenten Slogans vollgesprayt war, ging er zu Treppe und stieg diese vorsichtig hinab. Sein „Training“ früher, zu Hause, machte sich in solchen Absteigen bezahlt.
Ein Ventilator brummte und Mister Tenquo, wie sich der Manager dieses…Etablissements nannte, schlief über den Tresen gebeugt.
Kurz sprintete Markus los und aus der Haupttür hinaus. Blicke nach rechts und links vergewisserten ihn, dass die Straße frei war und kurzentschlossen überquerte er sie. Dann stand er vor dem ‚Hell’s Kitchen‘, die Bar, in der er seinen Informanten treffen wollte.
Ein großer, vermutlich etwas zurückgebliebener, blondhaariger Mann stand vor ihm: „Was willste?“ Gelangweilt popelte er in der Nase. „Rein“, erwiderte Markus und ging ohne zu halten an dem Typen vorbei. Dieser fuhr herum und legte seine Hand auf Markus‘ Schulter, zog ihn zurück. Markus blickte auf die Hand: „An deiner Stelle würde ich dich sehr schnell wegnehmen.“ Der Große grinste kurz, bis er auf die Knie sank vor Schmerzen wimmernd. Markus hielt seine Hand leicht verdreht fest: „Ich hab’s dir doch gesagt!“, lächelte, warf etwas Geld vor den Rausschmeißer und ging weiter.

Tausend Jahre sind vergangen
Das Reich, es liegt in Trümmern
Wer erahnte schon eigenes Denken
In der dumpfen Masse
Eine tiefe Stimme „sang“ (es war eher ein Grunzen) den Begeisterten vor der Bühne ihren Text herunter.
Eine Welt in Trümmern
Eine Nation im Sterben
Meine Gabe ist der Tod
Meine Freude sind die Leichen

Sie flehen um Erbarmen
Noch nie hab ich dies gewährt
Warum sollte ich es nun?
Markus sah sich um Nirgendwo war etwas Bekanntes zu entdecken. Unvorsichtig schob er sich durch die Menge, rempelte hier mal jemanden an oder stieß dort einen anderen weg, bis er zur Theke gelangte: „Bier!“
Der Wirt nickte und holte eine Flasche unter dem Tresen hervor.
Die Luft war kalt
Die Sonne schien hell und strahlend
Ein falsches Wort
Ein Hieb von mir
Dein linker Arm lag vor mir auf der Erde
Abgetrennt vom Stein in meiner Faust

Deine Augen strahlten vor Angst
Dein Mund öffnete sich
Zum stummen Schrei
Ich schlitzte dir die Kehle auf
Das nächste Lied hatte schon begonnen und nachdem Markus die Flasche in der Hand hielt drehte er sich um und lehnte sich gegen den Tresen. Von hier hatte er einen guten Blick auf die Bühne. 5 junge Männer standen darauf, er erkannte die Zusammensetzung der Band: ein Drummer, ein Bassist, 2 Gittaristen und einer am Keyboard. Nichts außergewöhnliches in dieser Zeit, allerdings waren die Texte ungewöhnlich.
Blut quillt hervor
Aus den Stümpfen
Wo einst ihre Beine waren
Ein Fleischerbeil in meiner rechten Hand
Grinse ich auf sie hinab
Worte sprudeln, angsterfüllt

Die Freuden des Todes
Waren dann vergangen

Ich fühle nun nichts mehr für die 13
Die durch meine Hand starben
Markus lächelte, als er sich an früher entsann, an eine von Thomas‘ Lieblingsbands. Sie hatte solch ähnliche Texte genutzt. Ihm fiel nicht mehr ein wie ihr Name gewesen war. Dann, erst jetzt, drangen die Worte wirklich in sein Gehirn. Er kannte es!
Die Stimme versagt
Die Leber verweigert den Dienst
Das Herz gibt auf

Das Hirn löscht aus Erinnerung
Der Magen löst sich auf
Die Niere schwimmt fort
Die Beine knicken ein
Und das Herz gibt auf

Im Alter bist du an soviel gebunden
Im Alter ist so soviel verschwunden
Im Alter trauerst du so vielem hinterher
Im Alter trauert man um dich
Ja. Markus war sich sicher, er kannte diese Texte. Thomas hatte sie vor Jahren geschrieben und sie voll Stolz präsentiert. Genau diese Texte! Erschrocken riß er die Augen auf, als er den Keyboarder näher in Augenschein nahm: Torû!! Markus stellte das Bier ab und rannte los, sich durch die Menge drängelnd. Dann war er an der Absperrung angekommen, doch als er rüberklettern wollte, schlug ihn eine Security zurück. Markus‘ Oberlippe platzte auf und er fiel zu Boden.
Ihr seid weg
Schlaft einsam in dunkler Kammer
Was habt ihr uns getan?
Was wünschen wir von euch?

Ein paar Jahre noch
Dann sind wir ihr
Und das Herz versagt

Im Alter bist du an soviel gebunden
Im Alter ist so soviel verschwunden
Im Alter trauerst du so vielem hinterher
Im Alter trauert man um dich

Ein paar Jahre mehr
Und wir sind an eurer Stelle
Und unsere Stimme versagt
Und unser Magen löst sich auf
Und unser Hirn löscht aus
Die Erinnerung an euch
Und das Herz gibt auf
Markus lag mit dem Rücken zum Boden da uns betrachtete die Decke. Seltsame Zeichen bedeckte sie, Winkel, wie sie einfach nicht in dieser Welt vorkommen konnten, Worte, die allein sie zu denken ihm Schmerzen bereitete. Auch dies erinnerte ihn an etwas, das Thomas einst erzählt hatte.
Im Alter bist du an soviel gebunden
Im Alter ist so soviel verschwunden
Im Alter trauerst du so vielem hinterher
Im Alter trauert man um dich

Doch heute, erst heute
Wir denken unseren Teil
Stehen wir an eurem Grab
Und wünschen Maden, Würmern, Ungeziefer
Guten Appetit

Heute wurdet ihr zu Grabe getragen
Dumpfe Trauermusik der Kapelle eurer Jugend
Stumm stehen wir da
Nur ein paar Jahre
Dann folgen wir euch
Und das Herz versagt

Dämonen – Kapitel 17

Unter Weglassung der meisten Deckung sprang ich wieder in den Angriff. Mein Hieb zog Godot quer über die Schulter und, oh Wunder, störte ihn nicht im geringsten.

Go on if you want it.
Another world awaits you
Don’t you give up on it.
You bite the hand that feeds you.
All alone cold fields you wander
Memories of it, cloud your sight
Fills your dreams, disturbs your slumber
Lost your way, a fallen knight
Hold now, aim is steady
Another world awaits you.

Unter Weglassung der meisten Deckung sprang ich wieder in den Angriff. Mein Hieb zog Godot quer über die Schulter und, oh Wunder, störte ihn nicht im geringsten. Langsam, aber sicher geriet ich wieder in solch einen Blutrausch wie einst. Während ich seine Hiebe parierte, schüttelte ich den Kopf, um die störende Erinnerung zu vertreiben.
Torû und Chentu taten ihr möglichstes um mir beizustehen, doch ihre – zugegeben – jämmerlichen Attacken waren noch wirkungsloser denn meine; Godot machte sich nicht einmal die Mühe sie abzuwehren.
Kurz schoß mir die Frage durch den Kopf, wie er gewesen war, bevor er die erste Rüstung gefunden hatte und wie er sich verändert hatte…Sylwia übte einen zu freundlichen Einfluß auf mich aus. Ich lächelte grimmig und hieb wieder einmal nach Godot’s Hals. Er prellte mir mit seiner Parade beinahe das Schwert aus der Hand, doch so langsam erkannte ich seine Technik.
Torû fiel und Godot sprang nach. Chentu war erst vor Sekunden noch dagewesen, nun lag er ohnmächtig oder tot auf der anderen Seite der Halle. Einen Überkopfhieb Godots konnte ich noch irgendwie aufhalten, meine Armmuskeln erzitterten durch die Gewalt des Schlages.
Ich trat leicht nach Torû und trieb ihn so ab, er rollte sich weg und ging in die Knie. Langsam, Godot scharf beobachtend, wich ich ebenfalls weiter nach hinten.
Wieder schlug er zu, der Hieb sollte mir wohl den Kopf vom Hals trennen. Knapp konnte ich mich unter dem Schlag ducken und hieb mit der Spitze voran wieder nach seiner Kehle. Und das Wunder geschah.
Ich hörte Torû erleichtert aufkeuchen: Die Ritter des Goldes! Strahlend wie die Sonne waren ihre Rüstungen, als sie aus dem Keller im perfekten Gleichschritt hinauf marschiert kamen. 10 von ihnen, zuerst in Zweierreihen. Als das letzte Paar am Fuß der Treppe angekommen, verteilten sie sich gleichmäßig zu einem Halbkreis um Godot herum. Ich erkannte meinen Fehler erst jetzt. Ich war ebenfalls im Halbkreis, der sich langsam zu einem Kreis zusammenschloß mitgefangen. Ich federte in die Knie und sprang. Sprang gut 3 Meter in die Luft, drehte einige Rückwärtssaltos und landete auf den Füßen, außerhalb des Kreises.
Dann machten sich die Wächter der Schule ans Werk.

Hannes trat hinter Markus aus dem Tor, in eine einst blühende Gartenanlage. Nun war sie nur noch Staub, Asche und verbrannte Erde. Ein Zucken der Erinnerung durchstieß Markus‘ Gehirn.
Ein schwarzes Land. Der Boden war durch die Zauber der Heere verbrannt, die Luft verseucht. Asche wurde bei jedem Luftzug, die es ohnehin viel zu selten gab, vom Boden aufgewirbelt. War die Asche aus Überresten der verkohlten, zerschmetterten, verbrannten Bäume? Bestand sie aus den Überresten der Hundertschaften von Gefallenen? Genaugenommen war es egal.
Dann war es wieder weg. Was war hier geschehen? Markus sah sich um. Und, vor allem, wo war Kasshin? Dort hinten. Er sah es. Tränen sammelten sich in seinen Augen an und Hass machte sich in seinem Körper breit: ‚Airwing‘
So schnell er konnte raste er auf die Trümmer zu. Mehr als 40 Kreuze steckten im Boden. Gräber. Markus schrie auf und landete vor dem auffälligsten:
Kenshin, stand da,
Geboren und gestorben
Für seine Freunde, für sein Schicksal
Markus schlug fest mit seiner Faust auf den Boden und eine Welle seines Hasses riß denselben auf. Ein tiefer Spalt öffnete sich vor ihm. „Wer war das?? Hä?“, Markus ließ seinen Hass in diesem Schrei hinaus. „Wer auch immer das war! Ich finde dich! Und du wirst es bereuen!“
Mit diesen Worten endete sein Wutgeschrei und noch lange stand er vor jedem einzelnem Grab, eins nach dem anderem ging er ab, verabschiedete sich von den Lehrern und Mitschülern. Bis auf Kenshin konnte er hier ja keine Freunde verabschieden.

Die ebenfalls goldenen Schwerter der Ritter zischten kaum sichtbar durch die Luft und nun wankte Godot zurück. So gut er konnte parierte er die Schläge. Ich wusste, dass die Ritter göttliche Schwerter, ja, dass sie selbst so etwas wie Götter waren, trugen. Zumindest Halbgötter. Und hier waren gleich Zehn von ihnen.
Wäre ich mir nicht einer bestimmten Sache sicher gewesen, wäre ich wohl vor dieser Macht erzittert. Doch so sah ich nur stumm zu, wie die Ritter begannen so schnelle im Kreis um Godot herum zu rennen, dass es schien, es wären Hundert und nicht Zehn.
Aber was tat er? Ich zog eine Augenbraue nachdenklich hoch. Still, das Schwert gesenkt, stand Godot nun da. Und dann war es soweit, jeder der Ritter führte seine Attacke aus. Alle gingen, das erkannte ich noch irgendwie, auf kampfwichtige Stellen los, welche da zum Beispiel wären: Herz, Kopf, Waffenarm, Standfuß, usw.
Was war das? Mein Schwert klirrte, als es auf den Boden fiel, Torû schrie überrascht? angstvoll? auf und auch mir wäre das beinahe passiert. Vier der Zehn flogen durch die Luft, prallten gegen die Decke der Halle und fielen leblos mit einer großen Menge an Gestein wieder zu Boden.
Drei der Sechs waren nicht mehr zu sehen, genauer gesagt, lagen in Einzelteile der Rüstungen zerstückelt verteilt auf dem Boden. Aber es war kein Blut da.
Und einer der Drei hing halb in einem Maul mit ungeheuren Zähnen, welches sich im Magenbereich Godot’s geöffnet hatte und wie es schien, wurde er mit Genuß verspeist. Auch hier war kein Blut zu sehen.
Mit einem Rülpser des Mauls verabschiedete sich der Handschuh des Ritters und nur noch Zwei standen da, zögernd. Auch sie hatten so etwas wohl noch nie erlebt.
Ich fühlte gerade zu das Grinsen Godot’s, als er sich zu mir umdrehte: „Auch sie haben nicht den Hauch einer Chance gegen mich. Was soll das schon sein? Kasshin ist doch ach so berühmt für seine starke Verteidigung und seine mächtigen Magier. Und du, der du ebenfalls so berühmt bist für seine Kampfstärke. Was tust du schon? Ich glaube du hast bisher nur mit Schwächeren gekämpft und deshalb immer gewonnen!“ Mit einem Wutschrei unterbrach ich seine Rede, die genau diesem Zweck diente, wie ich sehr wohl wusste. Dem Zweck mich aufzubringen. Schnelle Schläge wurden zwischen uns beiden ausgetauscht, nachdem ich mein Schwert wieder aufgenommen hatte, und weiter spürte ich weiter sein Grinsen: „Verstehst du nicht? Die drei Rüstungen verkörpern auch die Elemente Feuer, Erde und Luft. Nur das wahre Schwert des Wassers, welches die ureigene Kraft dieses Elements in sich hat, könnte mir gefährlich werden. Dumm für dich, dass ich es trage!“ Ich sah mir sein Schwert näher an. Vorher war es mir noch einfach als eine Elementarwaffe aufgefallen, doch nun? Ich sah die perfekte Verarbeitung, spürte die Macht. Er sagt die Wahrheit, schoß es durch meinen Kopf.
Noch einmal fiel mein Schwert zu Boden und voller Angst starrte ich ihn an.