Dämonen – Kapitel 20

Torû uns Sylwia standen, leicht zitternd, vor Godot, der aus der beiden tiefen Wunden in Strömen blutete und trotzdem nicht fiel. Torû hatte in der Zwischenzeit Kenshin’s Schwert an Sylwia weitergereicht und das Schwert des Wassers aufgenommen, auch Godot blieb kampfbereit und lächelte nachsichtig: „Wenn ihr jetzt geht, verschone ich den Großteil der Schule und euch.“

heutzutage machen 3 Pointen und eine Lüge einen Schriftsteller.
(Lichtenberg)

Torû uns Sylwia standen, leicht zitternd, vor Godot, der aus der beiden tiefen Wunden in Strömen blutete und trotzdem nicht fiel. Torû hatte in der Zwischenzeit Kenshin’s Schwert an Sylwia weitergereicht und das Schwert des Wassers aufgenommen, auch Godot blieb kampfbereit und lächelte nachsichtig: „Wenn ihr jetzt geht, verschone ich den Großteil der Schule und euch.“
Sie sahen sich nur für einen kurzen Augenblick in die Augen und trotzdem wussten sie genau, was der andere dachte. Mit Kampfschreien des Trotzes hieben sie auf Godot ein, welcher taumelte. Tatsächlich taumelte.
Dann straffte sich sein Körper und seine Klauen zischten durch die Luft, warfen die beiden zurück. Sie schrien wieder, doch dieses Mal vor Schmerzen.
Die Körper der beiden Menschen krachten gegen Wände der Halle, rutschten daran herunter und blieben liegen.
Godot stand, schwer keuchend, alleine da. Dann verzog sich sein bis eben noch freundlich anzusehendes Gesicht zu einer hässlichen Grimasse des Hohns und er stieg die Treppen zur Kammer Sensei’s hinauf.

„Und dann? Ihr liegt in der Ecke, ausgeknockt. Wie habt ihr es geschafft?“
Torû’s Miene verzog sich etwas nachdenklich: „Ich weiß nicht genau, wenn ich ehrlich bin zumindest. Ich wachte durch ein unheilvolles Gekreische auf und sah Godot…nein, nicht Godot. Es war sozusagen ein Abbild seines Körpers. Sag meinetwegen sein Geist oder seine Seele dazu, ich weiß nicht, wie man es nennen soll.“
Markus nickte, er wusste es seit seinem ‚Besuch‘ in der Hölle.
„Jedenfalls wich sein Geist unter peitschenartigen Angriffen grün leuchtender Tentakeln. Das erinnerte mich auch total an Lovecraft’s Geschichten über die Großen Alten, weißt du, was ich meine?“
Markus bestätigte: „Ja, Cthulhu, Shub-Niggurath, und die ganzen anderen.“
„Genau. Wie viele andere Autoren schrieben, sind oftmals Tentakel Markenzeichen der Großen Alten oder ihrer Diener. Und ich persönlich verbinde Tentakel, warum auch immer, mit grünem Leuchten. Insofern lag für mich dieser Schluß nahe, oder?“ Wieder nickte Markus und trank einen weiteren Schluck aus seiner mittlerweile vierten Bierflasche.
„Um zum Schluß dieses Kapitels zu kommen – wir werden gleich noch einmal ein Lied spielen – mit jedem Treffer den diese Auswüchse landeten löste sich ein Teil dieses Körpers auf, irgendwann war er ganz verschwunden. Später fanden wir viele der Schüler und einige der Lehrer grausam hingeschlachtet, Sensei im Koma liegend und Godot lag ebenfalls tot da. Vor Sensei’s Schreibtisch, an seinem Körper waren nur die uns bereits bekannten Wunden.“ Torû stand ruckhaft auf: „Entschuldige mich!“ und lief zur Bühne: „So, auch wenn’s sich keiner wünscht, noch ein Lied unsererseits. Hier kommt ‚In the shadows‘!“
He’s the one
Who brings the chaos
He’s the second
Who fight him in heaven
He’s the third
Who kills the angels
He’s the fourth
Who rules the christian hell
He’s the fifth
Who destroys the earth
He’s the sixth
Who stands alone
Six – Six – Six

In the shadows, in the shadows
He was born
In the shadows, in the shadows
He will die

In the dark, another night
Out of shadows
He will arise
Cadaverous wind
Cold – like – ice
Blowing out of the hole
He will not die
`till death is dead
No hope, no life,
No survive

In the shadows, in the shadows
He was born
In the shadows, in the shadows
He will die

Torû und einer der Gittaristen wechselten sich mit dem Gesang ab, der eine mit einer jaulenden Death Metal-Stimme, der andere mit einer tiefen, grollenden Black Metal-Stimme. Wieder wurden die Instrumente weggelegt: „Das war’s. Für heute abend!“ Torû grinste und sprang wieder von der Bühne.
Markus applaudierte dem Ankommenden: „Ihr seid wirklich gut.“ Torû verbeugte sich leicht spöttisch und öffnete eine weitere Flasche Bier: „Im Moment sind wir auf der ganzen Welt unterwegs und suchen dich. Ehrlich, wir hatten ja, sag ich mal so, auch unsere Pläne mit dir. Chentu zieht alleine rum, Sylwia auch, ich ziehe mit denen da umher, erkennst du sie eigentlich?“ Dieses Mal schüttelte Markus seinen Kopf und seine Haare wirbelten um seinen Kopf. „Es waren auch Schüler ‚Kasshin’s‘. Die anderen und die Lehrer wurden von ‚Masshin‘ aufgenommen, der Schule auf dem Nordamerikanischen Kontinent. Ihre Leute, die uns gegen eine Bedrohung anderer Art hatten helfen wollen, kamen ja leider zu spät bei uns an.“ Er seufzte und setzte die bedauerlicherweise schon leere Flasche an.
„Wo schläfst du zur Zeit?“, fragte Torû. „Drüben, auf der anderen Straßenseite. Im sogenannten Paradiso! Ok, man muss zugeben, für Ungeziefer dürfte es wirklich ein Paradies sein.“
„Hol deine Sachen und komm her, du pennst ab sofort hier!“ Markus nickte wieder einmal und stand – ohne Widerspruch – auf.

Author: Kamikaze's Geschichten

Leben und Leben lassen ich liebe die beste Frau auf der Welt

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