Dämonen – Kapitel 28

Markus keuchte. Karanga! Der alte Gott. Der Widersacher, der älter war als Luzi oder auch als all die anderen Götter! Odin, Allah, niemand hatte eine Chance gegen ihn. „Erkläre, schnell.“

Jeder Erfolg, den man erzielt, schafft einen Feind.
Man muss mittelmäßig sein um, wenn man beliebt sein will.
(Oscar Wilde)

Markus keuchte. Karanga! Der alte Gott. Der Widersacher, der älter war als Luzi oder auch als all die anderen Götter! Odin, Allah, niemand hatte eine Chance gegen ihn. „Erkläre, schnell.“ Gehetzt sah sich Markus um, während James ihm mitteilte, wie er an der Tür des Rates gelauscht hatte und gehört hatte, dass ein anderer, ebenfalls mächtiger Feind, dabei war Karanga’s Fesseln zu lösen.
Markus legte James eine Hand auf die Schulter: „Danke. Jetzt weiß ich endlich was los ist!“ und schon rannte er los, geradewegs zu den beiden Zimmern, in denen er und seine Freunde untergebracht worden waren.

„WAAAS!?!???“, Torû konnte es nicht fassen, was Markus ihnen da erzählt hatte. Selbst Hannes musste schlucken, während die beiden anderen schreckensbleich waren. Sie alle wussten, was Karanga für die Welt bedeutete. Zerstörung! Der Verlust aller Gefühle, das Ende alles Lebens.
Sylwia stand aus dem braunen Sessel auf, in dem sie gesessen hatte, als Markus die Nachricht überbrachte: „Wir gehen jetzt zum Rat und klären, was da los ist.“ Alle nickten und sie marschierten, zwei immer noch bleich, in den Ratssaal.
Grimmige und empörte Blicke schlugen ihnen entgegen, sie sollten und durften eigentlich auch nicht hier sein.
Markus trat jedoch ohne zu zögern vor und fing an zu sprechen: „Verehrter Rat, ich hatte einen Traum, eine Vision sogar! Ich träumte wie jemand dabei war, den Widersacher, ihn, Karanga wiederzuerwecken! Wir müssen sofort etwas tun!“
Trotzig blickte er in die Runde und im ersten Moment schlug ihm nur Stille entgegen. Dann lachte Allan laut auf: „Oh, Markus. Das war klasse! Beinahe hätte ich es dir abgekauft.“
Markus schüttelte den Kopf und sprach weiter: „Ich sah auch, wie diese Runde, die nun vor mir sitzt, der Rat Masshin’s, diskutierte, was sie tun sollten. Nun also, was werdet ihr tun?“ Er verschränkte seine Arme und jene, die seine Freunde waren, Torû, Hannes und Sylwia stellten sich in einer Reihe hinter ihm auf.
Die Augen des Ältesten, Hanu, blitzten auf: „Du…gerade du, der du auf einen Handel mit Luzifer eingegangen bist, wagst es, dich so schamlos vor uns zu stellen und so etwas zu behaupten?“ Er rief den Rest des Rates zur Handabstimmung auf: „Wer dafür ist, diese fünf Elenden für immer von unserer Schule zu verbannen, der hebe nun die rechte Hand!“ Schnell schob sich Hand auf Hand in die Luft, bis schließlich sechs Hände in der Luft waren, nur Allan behielt seine Hand bei sich. Das verschaffte ihm nicht gerade Sympathien, wie jeder Anwesende sehen konnte.
Torû drehte sich erschrocken um. Der Älteste hatte Fünf gesagt, sie aber waren nur zu viert…jetzt wohl nicht mehr. Hinter ihm stand James mit Tränen in den Augen. Torû schüttelte traurig den Kopf und sah wieder nach vorne. Allan schnipste mit Daumen und Zeigefinger seiner rechten Hand und ein Tor öffnete sich: „Geht nun. Eure Sachen stehen vor euch.“ Tatsächlich, zu ihren Füßen lagen blaue Reisetaschen, wie jeder von ihnen erst jetzt bemerkte: „Dieses Tor wird dich nach Nasshin führen, dem letzten Bannpunkt der Erde.“ Sein scharfer Blick stach in Markus‘ Augen, er schien zu sagen: Beschützt Nasshin. Markus nickte, packte die Tasche und trat voran…

…mitten in ein Trümmerfeld. Eine blutrote Sonne erhob sich über die verkohlte Erde. Markus keuchte auf, das war Nasshin? Oder hatte Allan ihn betrogen? Kurz wartete er auf seine Freunde, doch keiner kam. „Also doch Betrug!“, dachte Markus und wanderte langsam durch die Trümmer. Hin und wieder konnte er Brandstellen und Explosionsspuren entdecken. Auch Opfer des Kampfes, der hier getobt haben musste lagen weiterhin verstreut.
Er sah wie der Himmel vom einem Moment auf den anderen mit einem grünlichem Schimmer überzogen war. ‚Airwing‘, gleich darauf entdeckte er am Horizont eine kleine, in den Himmel ragende, grüne Spirale und flog darauf zu.
Sein Weg führte ihn durch enge Schluchten und über sattgrüne Täler. Markus erinnerte sich, Nasshin war die Schule der Erde gewesen. Jede der Schulen hatte etwas anderes hervorgehoben schützen sollen:
Kasshin war für die Luft zuständig gewesen, Xasshin für das Wasser (sie war durch ein Seebeben in der Nähe von Japan zerstört wurden), Rasshin für das Leben, Masshin war für das Feuer zuständig und Nasshin eben für die Erde.
Eine Zeitlang schien es, als käme Markus der Spirale nicht einen Zentimeter näher. Dann durchzuckte ein Kribbeln seinen Körper und er stand hoch in der Luft über einem tiefem Tal, über dem sich der Mond erhoben hatte. Die Spirale war größer als angenommen, mindesten tausend Meter in die Breite und ebensoviel in die Länge gehend schob sie sich weiter in den Himmel als man sehen konnte.
Markus lächelte und ging in einen Sturzflug über. Am Boden sah er Mönche, in langen orangenen Kutten und mit kahlgeschorenen Köpfen gegen Dämonen des, wie er sehr gut wusste, fünften Kreises der Hölle kämpfen.
Er fegte durch die Reihen der Dämonen und flog so eine Bresche in ihre Reihen. Die Mönche drangen vor, nicht wissend, was passiert war und dennoch ihre Chance nutzend.
Markus landete vor der Spirale und schlug einem Dämon, er hatte unterarmlange Klauen an jedem der sechs Finger und Geifer troff aus seinem zahnbesetzten Maul, genau zwischen die Augen. Mit einem Aufstöhnen sank der Dämon zusammen und Markus trat weiter voran, immer wieder Hiebe und Tritte nach rechts und links austeilend. Dämonen des fünften Kreises der ersten Hölle. Markus lachte auf. Schwächlinge!

Hannes fiel…weiter und weiter und weiter. Ohne Stopp, ohne Anhaltspunkt wo er war oder warum er hier war.
Um ihn herum war absolut nur Bläue. Er konnte sich vorstellen durch den Himmel zu fliegen oder zu fallen, aber dann müsste er doch Wolken sehen!?
Für ihn war das ein recht unangenehmer Zustand. Er hatte keine Kontrolle und das gefiel ihm nicht.
Hannes öffnete seinen Mund und schrie…langsam, sehr langsam drangen die Töne hervor.

Torû wusste nicht wo er war oder warum er hier war. Er stand unter einem schlichtem Steindach, die Wände waren mit Schmierereien „verziert“. Der einzigste Weg für ihn ging nach vorne, hinter ihm war alles in absolute Dunkelheit getaucht. Ein helles Licht erstrahlte am Ende des Weges.

Sylwia lachte. Dutzende, wenn nicht hunderte von Orks standen vor ihr, Knurren drang aus ihren Kehlen, Waffen waren erhoben. Direkt vor ihr lag der Schamane des Stammes, sie hatte sein Inneres mit dem Zauber ‚Didesa‘ in Eis verwandelt. Der zweite Schamane starrte in ihre Augen.

Markus trat noch einmal in das Gesicht des Dämons mit menschlicher Gestalt, endlich fiel er zu Boden. Die Mönche waren dank ihres unerwarteten Verbündeten kurz vor dem Sieg und Markus stand endlich vor dem, den er gesucht hatte. Und er wusste, wer es war. Kain.

so das war das letzte Kapitel der Geschichte
sagt mal euere Meinung dazu

Author: Kamikaze's Geschichten

Leben und Leben lassen ich liebe die beste Frau auf der Welt

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