Dämonen – Kapitel 27

Markus stand mitten in den Ruinen der Welt. Noch immer stieg hier und da etwas Rauch auf, während er über den verbrannte Boden der Erde schritt. Immer weiter und weiter. Wohin sein Weg führte, wusste er nicht, aber er war sich sicher, dass sich das Ankommen am Ziel lohnen würde.

„Alt?“, sie kicherte und kratzte mit ihren klauenartigen Händen über die Armlehnen ihres Schaukelstuhls.
„Er is‘ älter als ich, er is‘ älter als dies Haus,
er is‘ älter als Sie – un‘ älter als wir alle zusammen.
Ein Jahr is‘ für ihn wie ein Atemzug,
un‘ zehn Jahre kaum so viel wie `n Augenblick.“
(August Derleth – Das Tor des Verderbens)

Markus stand mitten in den Ruinen der Welt. Noch immer stieg hier und da etwas Rauch auf, während er über den verbrannte Boden der Erde schritt. Immer weiter und weiter.
Wohin sein Weg führte, wusste er nicht, aber er war sich sicher, dass sich das Ankommen am Ziel lohnen würde.
Erinnerungen schossen durch seinen Kopf: Der Untergang der beiden letzten Bannpunkte, die Auferstehung des alten Gottes und sein Fall, die vollständige Verschmelzung der zwei Dimensionen und dann seine Reise durch andere, ähnliche Welten und Galaxien, der Kampf mit dem Brudermörder und der Tod guter Freunde.
Und nun? Sein Kampf war nutzlos geblieben, selbst die sterbenden Götter wandelten neben den Mächtigen über die Erde. Von den Menschen lebten höchstens noch ein paar Tausend und das waren entweder Verräter, Überläufer, Begabte oder Mächtige – wie er.
Vor seinem innerem Auge sah er die gequälten Seelen vieler Menschen in den Sklavenlagern der Alten Wesen und in den Schlünden der Hölle. Das Grauen schüttelte seinen Körper und er…

Öffnete die Augen: „Was ist los?“ Liebevoll sah Sylwia auf ihn herab. Ein dumpfes Vibrieren im kalten Stahl unter seinem Rücken erinnerte daran, wo er war: in einem Flugzeug von den Osterinseln zum Hafen des Tores zu den Ruinen Kasshin’s. Er schluckte und antwortete: „Nichts, alles klar.“
Dann erinnerte er sich wieder, was passiert waren. Sie waren einem Pfad gefolgt, der von der Lichtung, vor der Tür des Hauses, wegführte, gefolgt und nach einem Lichtblitz und kurzem Unwohlsein aus einem der riesigen Steinköpfe, die dort überall herumstanden und von denen sie alle sehr wohl wussten, warum sie da waren, getreten. Es war Nacht gewesen.
Der Rest war schnell erzählt – sie marschierten zum Flughafen zurück, mieteten eine Maschine (was nicht gerade schwer war) und waren nun unterwegs, heimwärts.
Keiner redete ihn an, er zeigte es nicht, aber sie wussten, dass ihn die Worte Lukas‘ schwer getroffen hatten.
Markus lächelte innerlich, es war vermutlich besser so. Er hoffte es.

Einige Stunden später kam das übermüdete und zerschlagene Grüppchen bei den Ruinen Kasshin’s an und schlug dort seine Zelte auf. Markus, Torû, Sylwia und Hannes (wann war der eigentlich wieder aufgetaucht?) saßen zusammen vor einem kleinem, knisterndem Lagerfeuer und sprachen nicht, während sie aßen.
Als sogar Hannes sein Mahl beendet hatte, stand Markus auf, nahm eine Flasche Reiswein, welche sie am Flughafen besorgt hatten und entkorkte sie: „Verzeih mir, Kenshin. Ich war wegen meiner eigenen Schwäche nicht da, um dir zu helfen…obwohl ich dir so viel schulde. Mach’s gut!“ Mit diesen Worten trank er einen Schluck aus der Flasche, ließ sie herum gehen und goß den Rest über das Kreuz, welches das Grab Kenshin’s bezeichnete.
Zwei Hände legten sich auf seine Schultern und drückten sanft zu: Wenigstens in diesem Schmerz war er nicht alleine.
Er wandte sich um und die Hände zogen sich zurück: „Und was tun wir nun?“
„Ihr geht nach Masshin“, eine allseits unbekannte Stimme ließ sie erschrocken auffahren. Vor ihnen stand ein junger Mann, gekleidet in offenem Hemd, T-Shirt und Hose. „Warum sollten wir das tun?“, Hannes stellte die Frage, die dreien der vier auf der Zunge lag und man sah, wie 3 Punkte an seiner Stirn anfingen rötlich zu glühen.
„Du bist Xzan?! Ein Dämon des Krieges, ziemlich mächtig. Interessant.“, der Mann lächelte, „Ich bin…nun, nennt mich Allan.“
Hannes schnippte mit den Fingern: „Ich weiß, wer du bist!“ Der Mann, Allan, lächelte und bedeutete ihm zu folgen. Wenige Minuten verharrten sie abseits der Anderen und als sie zurückkamen, nickte Hannes bestimmt: „Wir gehen alle nach Masshin und zwar so schnell wie möglich.“

Und sie folgten ihm tatsächlich. Nur Momente später traten sie durch ein Tor, das noch in den Ruinen Kasshin’s existierte, in die Kammer des Rates von Masshin. 6 alte, sehr alte, Männer erwarteten sie und wie selbstverständlich setzte sich Allan an die linke Seite des hufeisenförmigen Ratstisches: „Willkommen! Seid willkommen, ihr letzten Abkömmlinge Kasshin’s und auch du, Dämon, sei willkommen.“ Der Älteste sprach und alle hörten zu.
Er erzählte ihnen wie sie vom Fall Kasshin’s erfuhren, wie sie vor einem Verräter an ihrer Schule gewarnt wurden und das sie diesen, trotz aller Versuche, nicht habhaft hatten werden können.
Hannes antwortete trocken: „Und was haben wir damit zu tun?“ Der Alte zögerte: „Wir brauchen eure Hilfe. Durchsucht die Schule und findet, wenn es ihn denn gibt, den Verräter.“

Natürlich sagten sie ja. Was hatten sie auch für eine Wahl? Keine echte auf jeden Fall.
Die Tage vergingen, ohne das sie Ergebnisse erzielen konnten und langsam kamen Markus Zweifel, ob es wirklich einen Verräter gab und wenn ja, warum hatten die alten Männer ihn bitte schön nicht gefunden? Diese ach – so – mächtigen Magier. War es nur eine Möglichkeit um sie aus dem Weg zu räumen?
Er schüttelte seinen Kopf. Wer außer den Bösen, hätte sie denn aus dem Weg haben wollen?
„Hey, Markus!“, ein junger Schüler namens James kam ihm winkend hinterher gelaufen. Was wollte der schon wieder? „Hast du schon das neuste gehört, Markus? Hast du?“ Markus schüttelte seinen Kopf, nein, hatte er nicht. Aber wahrscheinlich war es sowieso nur das Gerücht einer Liaison zwischen…
„Jemand ist, schon seit du hier bist, dabei Karanga wiederzuerwecken!“

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Dämonen – Kapitel 26

Informationen zu Personen, Magie und den vorhandenen und angewandten Sprüchen. Die Story wird erst im nächsten Kapitel weitergeführt, dieses Kapitel ist rein informativ.

Die Kritik ist eine Steuer, die der Neid dem Talent auferlegt.
(Gaston de Lévis)
Am wertvollsten sind die Menschen, die es schaffen, anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Du bist einer davon. (XD)

Es wird tatsächlich interessant. Dieses Kapitel ist fast das Letzte, das ich zu dieser Storyline ausfülle.
Ansonsten fehlt nur noch 38 und der Epilog, aber die sind kein Problem. Wenn ich denn bald mal die Zeit dafür hab…na ja, also ich hatte irgendwann bei Kapitel 23 oder 24 die Idee in jedem Kapitel dessen Zahl 13 oder ein mehrfaches davon ist, etwas außergewöhnliches (außergewöhnlich schlecht…) einzufügen. Letztes Mal war’s der Ursprung der Geschichte, nächstes Mal werdet ihr sehen, was kommt.
Also, da ich keine besseren Einfälle hatte, nehme ich einfach meine persönlichen Vorgaben zu einigen Dingen hier in der Geschichte, dass ihr mal seht, wie sehr ich mich selbst daran halte. ^^

Personen
Vester, Markus:
Ein aufgeweckter, junger Mann. 27 Jahre alt. Er ist neuem nicht unaufgeschlossen, hat aber seinen Glauben an das „Gute“ (fast) aufgegeben, da sein bester Freund bei einem unaufgeklärtem Unfall vor 10 Jahren (scheinbar?) starb.
Er geht zwar regelmäßig zur Arbeit, führt ansonsten aber ein absolutes Lotterleben. Prostituierte, Alkohol und immer öfter auch Drogen sind seine Wochenendsbeschäftigung.
Als er aber Sylwia Foury trifft, beginnt die Veränderung seiner Einstellung von Grund auf an. Und als sie sich schließlich für ihn und seine neuen Freunde opfert, ist er nicht mehr zu halten.
Er scheint der Meister zu sein/werden. Elementar-, Schwarze-, Weiße- und Moderne Magie scheinen kein Problem für ihn zu sein. Doch Kain hat das zusammen mit Luzifer als entscheidender Schlag gegen ihre Feinde geplant. Er geht daneben und am Ende lässt auch Markus sein Leben – er war nur eine Finte. Bevor er stirbt geschieht aber noch etwas zur Rettung dieses Zeitalters und das neue beginnt, woran er aber starken Anteil hat.

Foury, Sylwia:
34 Jahre alt. Sie ist noch ziemlich hip für ihr Alter und taucht eigentlich nie mit dem gleichem Aussehen auf, und seien es nur 10 Minuten Unterschied, eine gewisse Änderung hat es immer.
Elementarmagierin; Feuer ist ihr Spezialgebiet, aber auch Luft und Erde beherrscht sie (recht) gut.
Als alles schon verloren scheint, opfert sie ihren Körper und (scheinbar?) ihre Seele um Markus aufzuwecken und ihn an sein früheres Leben zu erinnern, bevor er alt wurde.

Turmer, Raphael/ Torû /Raschke, Thomas:
War der Freund, der vor 10 Jahren starb und nun wieder lebt. Ist am Ende auch nur eine Finte, doch fast so mächtig wie Markus. Wäre heute 28 Jahre alt.
Er ist ein wahrer Meister der schwarzen Magie, doch auch der Grünen nicht abgeneigt (hat er daran während der 10 Jahre gefeilt?). Ein vollkommen undurchsichtiger Charakter, Einzelgänger mit negativer Einstellung.
Auch er opfert am Ende (als seine Identität herauskommt) sein Leben. Ob für Markus, Sylwia oder Kenshin ist nicht bekannt.

Kenshin:
Ein Verfechter der Kampfmagie bzw. der Schwarzen. Er unterliegt hin und wieder seinem Blutdurst, was dann zu einem Blutbad führt. Außer der Magie ist er der Schwertkunst sehr zugewandt und beherrscht sie scheinbar perfekt, bis er eben, wie jeder Schwertkämpfer eines Tages, auf seinen Meister trifft.

Chentu:
Undurchsichtiger als Thomas, bis auf Markus, Thomas und Sylwia scheint er der mächtigste Magier zu sein. Am Ende kostet ihn aber seine Undurchsichtigkeit, seine Abkapselung, sein Leben.

Sensei:
Sie ist die Herrin der Schule ‚Kasshin‘. Erst kurz vor ihrem Tod erfährt man ihren Namen, davor ist sie eben Sensei oder Meisterin. Obwohl nicht sehr mächtig scheint sie doch perfekt die Anfänge und vor allem die Geschichte der Magie zu klären. Irgendetwas scheint sie mit Chentu zu verbinden, immer wenn einer der beiden in Gefahr ist, taucht der andere nur kurze Zeit später auf.

Xzan:
Ein ewig betrunkener Dämon, mit drei roten Hörnern auf der Stirn. Hannes…

Luzifer:
Wie der Name sagt, Satan. Zumindest eine (schwache?) Form desselben. Trotzdem ist er so mächtig, dass er Chentu mit einem Schlag auslöscht. Eigentlich ist er ein totaler Clown und verliebt sich (scheinbar?) in Sylwia, die er dann auch vor Kain rettet, wobei er schwere Wunden einsteckt. Kommt er wieder?

Kain:
Kain, der Bruder Abels. Ein echt böser Schwarzmagier; Blutopfer, Dämonenbeschwörung, alles kein Ding für ihn.

Godot:
Er war ein einfacher Mensch, ein Forscher der eines Tages im Himalaya-Gebirge eine der 3 Dämonenrüstungen fand und mit ihr verschmolz. In den darauffolgenden Jahrzehnten fand er die beiden anderen in den Alpen und in den Rocky Mountains und verschmolz auch mit ihnen.
Magie der Luft (auch Blitz), der Erde und des Feuers kann ihm nicht das geringste anhaben. Die Rüstungen scheinen unzerbrechlich zu sein und verstärken seine Macht ins Millionenfache. Allerdings kann er selbst keine Magie anwenden und ist damit auf das Schwert des Wassers angewiesen.
Er besiegt und tötet Kenshin.

Und? Ich halte mich wirklich daran, stimmt’s?
Weiter…

Sprüche :

Grüne Magie:
Aniparlain: Sprechen mit Tieren
Vegarlain: Sprechen mit Pflanzen
Doita: Kontrolle von kleinen Tieren
Intrup: Beschwörung schwacher Naturgeister
Widox: Beschwörung mittlerer Naturgeister
Earthdawn: Beschwörung mächtiger Naturgeister

Elementare Magie:
Erdmagie:
Earthbolt: Der Boden um den Zauberer herum erwacht zu Leben und greift seinen nächsten Gegner mit einem heftigem Stoß an.
Earthcrusher: Ein ‚Soulhammer‘ wandelt sich zum Earthcrusher, der je nach Stärke des Magiers kleine bis riesige Erdbeben verursachen kann

Feuermagie:
Firehole: Könnte man auch unter Fluch einordnen – unter dem verzauberten öffnet sich ein Loch, durch das diese Person direkt in den Erdkern fällt.
Fireball: Eine Feuerkugel – Hitze + Größe sind abhängig von der Stärke des Zauberers
Firesnake: Eine Feuerschlange schießt aus den ausgestreckten Fingern des Zauberers auf das erwählte Ziel
Fireegg: Ein Feuerball der nur ein wenig kleiner/größer als ein Hühnerei ist; hauptsächlich zum Lichtschaffen genutzt

Luftmagie:
Airwing: Ermöglicht das Fliegen ohne Mitflieger
Airwings: Ermöglicht das Fliegen mit Mitflieger
Lightning: Zwei – je nach Stärke des Magiers mehr oder weniger tief, blaue Blitze schießen aus den Augen des Magiers und verbrennen den Körper des Opfers von innen heraus
Flash: Ein Blitz zuckt – befehligt vom Magier – vom Himmel auf des gewählte Opfer herab
Wassermagie:
Didesa: Verwandelt das Inneres des Körpers in Eis
Dedisa: Verwandelt den ganzen Körper des Opfers in Eis

Schwarze Magie:
Deathkill: Tödliche Energie wird in einer Hand gesammelt und sorgt so für eine genügende Kraft um fast alles,
lebende (!), durchstoßen/- schlagen, zu können.
De Farla: Ein Strahl hoher Energie schießt aus dem ausgestrecktem Arm des Magiers
De Farla de en Holos: Weiterführung von „De Farla“ – der ausgestreckte Arm verwandelt sich kurzzeitig in Kristall und schießt so einen noch viel stärkeren Energiestrahl ab
Ordain: Eine nachtschwarze Kugel erscheint aus dem Nichts und umschließt den Verfluchten – das Innere besteht nur aus ewig hungrigen Mäulern, die einen langsam auffressen
Darkworm: Ein wurmähnliches Maul schießt aus der blitzartig vorgestreckten Hand des Magiers auf dessen Gegner zu und frisst ihn nach und nach auf.
Spen: Eine Energielanze durchstößt den Körper des Gegners und bleibt existent, bis er tot ist.
Soulsword/-axe/-knife/…: Ein grau schimmerndes Schwert/Axt/Messer/… erscheint in der Hand des Magiers; es verletzt nicht den Körper sondern die Seele des Gegners; unbelebtes schneidet es nicht, pariert es aber auch nicht
Berserk: Verflucht den Getroffenen dazu, alles und jeden anzugreifen, den er/sie sieht
Venom: Eine tiefschwarze Kugel entsteht in der nach oben geöffneten Hand des Magiers, die er dann schmeißen kann; sobald sie auf etwas trifft, zerstäubt sie erst und es scheint, als wäre nichts passiert. Dann gibt es eine schwarze Explosion ohne Geräusch und diese zerreißt fast alles (mag. Metalle ausgenommen, die meisten…)

Weiße Magie:
Gates of hell: Öffnet (ein) Tor(e) zur Hölle
Gates of earth: Öffnet (ein) Tor(e) zur Erde
Gates of heaven: Öffnet (ein) Tor(e) zum Himmel
Gates of dimension: Öffnet (ein) Tor(e) zu anderen Dimensionen
Free: Befreit Personen/Wesen von einem Bann/Fluch
Schlaf der Gesundheit: Ein Heilungsschlaf und einer der einfachsten Zauber
Masach: Teleportiert den Körper des Magiers an einem von ihm gewünschten Ort, doch er muss diesen Ort kennen, also schon dagewesen sein
Helan: Heilt jegliche Verletzungen, ist aber äußerst Zeit- und Kraftraubend

Moderne Magie:
Machine: Der Magier kann eine Maschine, die er sieht kontrollieren und weiß was sie „weiß“
Machines: Der Magier kontrolliert je nach seiner Macht mehrere Maschinen, ein Maximum ist unbekannt
Nightwatch: Die Augen des Magiers werden sozusagen zu Restlichtverstärkern

Sagt nicht, dass ist verwirrend geschrieben! Ich weiß es. Aber solange ich’s verstehe…
Und ja, einige Sprüche „kennt“ ihr nicht, aber das kommt noch. Irgendwann. Hoffentlich?

Na, ich denk mal, ihr hattet ein bißchen zu lachen. Sorry, nochmal – teilweise will ich euch auch nur ärgern.

Dämonen – Kapitel 25

„Es ist soweit. Die Zeit ist gekommen, wir werden sterben!“, furchtsam flüsterte Jill, die einzigste Frau in Lukas‘ Trupp, diese Worte. Lukas schluckte und musste ihr, leider, Recht geben. Es war unwahrscheinlich, dass sie hier überleben würden.

Freundschaft entwickelt sich bei Essen und Wein.
(Prinz Nicholas Romanoff)

„Es ist soweit. Die Zeit ist gekommen, wir werden sterben!“, furchtsam flüsterte Jill, die einzigste Frau in Lukas‘ Trupp, diese Worte. Lukas schluckte und musste ihr, leider, Recht geben. Es war unwahrscheinlich, dass sie hier überleben würden.
Kaum hatten er und seine Leute die Bestandsaufnahme beendet, hatte sich ein schrilles Kreischen durch die Gänge auf sie zu bewegt. Alle hatten nachgeladen, entsichert und sich dann auf die 3 Gänge verteilt. Nach links und rechts je 2 Mann, nach vorne 3. Dann waren die Dämonen gekommen.
In den ersten Minuten schafften sie es sogar irgendwie sie auf Distanz zu halten, dann gingen die Magazine leer, die Munition wurde knapper und die Dämonen fielen, kurz nachdem Jill ihre letzten Worte von sich gegeben hatte, über sie her.
Sie war die Erste, aber für sie ging es wenigstens schnell. Einer der vorderen Dämonen verwandelte seinen Arm in etwas Schwertähnliches und schnitt ihr den Kopf ab. Ihr Gesichtsausdruck erstarrte: Erleichterung.

Die Zeit, seit die Dämonen erschienen waren, verging quälend langsam für Torû. Seine Gegner waren schwach, nichts im Vergleich zu Godot oder zu den Gefahren, als er den Gral gesucht hatte. Er grinste, als er an das Labyrinth dachte, welches ihm zum Gral hatte führen sollen. Er hatte ihn gefunden, das Gefäß, welches die Templer zumindest für den Gral gehalten hatten, nun wussten sie es wenigstens besser und er ebenfalls.
Mit jedem Hieb fiel ein weiterer Dämon und es schien auch so, als würde der Ansturm abschwächen.

Lukas stand, bis auf Matthias in seinem Rücken, alleine da. Die Gänge, die Wände, ja, selbst der Boden erschien ihnen wie die Hölle. Eine Gasse bildend wichen die Dämonen zur Seite und ein Mann in schicken, italienischen Markenkleidern kam heran spaziert: „Hallo Matthias!“, er lächelte als Lukas erschrocken herumfuhr.
Noch während der Drehung sah er gerade so, wie Matthias das Gewehr hob und zuschlug. Lukas drehte seinen Kopf weg, so das ihn der Kolben nur noch streifte, trotzdem ließ er sich fallen und tat so, als wäre erohnmächtig.
Matthias grinste den Mann an: „War das gut so?“ Der Mann nickte und schnipste mit den Fingern: „Ja, das war es. Holt ihn euch!“ Die Dämonen fingen an zu kichern und bevor Matthias noch etwas sagen konnte, hatten sie ihn unter sich begraben…
Lukas sprang auf und suchte eine Waffe an seinem Körper: „Wer bist du? Warum hast du das getan?“
Der Mann wandte sich Lukas zu, welcher nur ein kleines Messer gefunden hatte, welches er in der Hand hielt und furchtsam auf die wimmelnde Masse, aus der weiterhin Matthias‘ Schreie tönten, sah: „Er hat dich verraten, also ist es nur eine Frage der Zeit, bis er mich verraten hätte. Zu großes Risiko.“, er lächelte wieder und sprach weiter: „Lukas, du kannst froh sein, dass ich heute und beachte, ich sage heute, nicht wegen dir hier bin. Also, geh. Los!“
Bleich sah Lukas dem Mann in die Augen und erkannte dabei die Wahrheit: „Und was ist mit Markus?“
„Auch wegen ihnen bin ich nicht hier. Ihnen wird heute kein Leid durch meine Hand geschehen. Geh oder du wirst zu einem der ihren“, er zeigte auf die verschiedensten Dämonen, „gemacht.“
Und Lukas rannte los.

Es war kalt und dunkel um Xzan herum, doch sein Körper strahlte in einem Licht von sich selbst heraus. Vor ihm lagen 2 Engel am Boden, ihr Blick war glasig und es schien, als hätten sie sich in Erbrochenem gewälzt.
Xzan taumelte ein paar Schritte auf sie zu und hob eine Flasche in die Höhe, der Name war hier Programm: Wodka…“Das Engel so wenig aushalten!? Ich bin enttäuscht!“ Er rülpste und taumelte einem kleinem, golden leuchtendem Punkt entgegen.

Bevor einer der Beiden auch nur den Versuch eines Angriffes gestartet hatte, zuckte MacPain mit den Schultern: „Tja, sieht so aus, dass wir nicht kämpfen müssen.“
Markus sah ziemlich ungläubig aus: „Was bitte?“
„Der, der mich gerufen hat um dich zu beschäftigen, übrigens, ich sollte dich nicht töten! Jedenfalls der hat seine Arbeit hier beendet, also kann ich gehen! Mach’s gut! ‚Gates of dimension‘“
Ein wabernder, blauer Ring öffnete sich dort, wo MacPain seine Hand hinhielt und derselbe machte sich daran zu gehen, doch dann drehte er sich, als hätte er etwas vergessen, noch einmal um und lächelte: „Du hättest gewonnen. 2 Tipps, auch wenn ich Ärger bekomme! Erstens, lerne endlich deine inneren Kräfte zu wecken und zweitens, gehe das Leben wieder lockerer an. So angespannt wird niemals etwas für dich dabei rauskommen.“
Markus öffnete seinen Mund um etwas zu sagen, doch MacPain war schon verschwunden – der Ring mit ihm.
Der Zurückgebliebene schloß seinen Mund wieder, schüttelte den Kopf und sah sich das Massaker in der Halle an. Es fiel erst jetzt in die Augen, dass zwar Dutzende, wenn nicht Hunderte von Dämonen herumlagen, doch kein Tropfen Blut, außer an den Stellen, an denen Menschen gestorben waren, war zu sehen.
„Darüber kann ich später nachdenken. Erstmal Lukas und die anderen finden!“, dachte er sich und rannte auch aus der Halle. Er merkte nicht, dass Torû nicht mehr bei ihm war, besser gesagt, er dachte nicht mehr an ihn.

Torû schüttelte seinen Kopf, um die Schatten an den Rändern seines Gesichtsfeldes loszuwerden, als ihm jemand kräftig auf den Rücken klopfte: „Du hältst dich gut, mein Freund!“
Ohne sich umzudrehen und die Person zu sehen, wusste er, wer es war: „Luzi…was willst du?“
„Nichts weiter. Ich wollte dir nur sagen, dass Markus sehr wohl weiß, was mit Thomas los ist…auch wenn es dazu einen kleinen Anstoß meinerseits bedurfte.“
Torû schloß die Augen: „Wieso?“ Doch es kam keine Antwort, Luzi war weg und er selbst wieder im Saal.
„Wo bin ich gerade gewesen?“, er dachte kurz darüber nach, während er zum Ausgang des Hauses spurtete, von dem er instinktiv wusste, wo er war.

Lukas stand vor einer kleinen, unscheinbaren Haustür und schrie seinen Wut und seinen Schmerz heraus, als sich eine Hand, kaum so schwer wie eine Feder, auf seine Schulter legte.
„Beruhige dich.“ Langsam drehte Lukas sich um. Er sah, wie eine zierliche, weibliche Gestalt spöttisch zu ihm hochsah und erinnerte sich plötzlich wieder. Er hatte sie mit einem Freund vor langer Zeit in einer größeren Stadt getroffen: „Sylwia.“ Sie nickte und wandte sich um, obwohl sie mit ihm sprach: „Du solltest nicht hier sein. Du gehörst nicht in den Kreis des Schicksals…wobei, jetzt vielleicht doch. Trotzdem, gehe bitte. Jetzt!“
Wieder sah sie ihn nach einer Kopfdrehung an und sprach weiter: „Bald ist es soweit. Die größten Bastionen der Menschheit sind gefallen…“ „Kasshin, Xasshin und Rasshin. Die 3 größten Magieschulen wurden alle im Abstand von jeweils 10 Jahren zerstört. Es ist so, wie sie sagt. Die Trennung der Dimensionen wurde stark geschwächt“, plötzlich unterbrach Markus Sylwia und lächelte ebenfalls Lukas an: „Danke, dass ihr versucht habt uns zu helfen und…es tut mir leid…um alle“
Lukas fielen erst jetzt wieder seine toten Leute an und beinahe hätte er sich auf Markus gestürzt: „Sie sind tot. Dazu wurden wir verraten. Meine Karriere, mein Leben seit unserer Zeit damals, ist vorbei. Bring mich nach Hause und lass dich nie wieder sehen.“
Markus‘ Lächeln war verblasst, aber er nickte und öffnete ohne großartige Gesten ein Tor, das, wie man sehen konnte, direkt in Lukas‘ Schlafzimmer führte. Ein einziger Gedanke genügte. Lukas trat ohne zurückzusehen auf seinen Weg zu, bliebt aber einen Schritt vor dem Tor stehen: „Sollte ich dich jemals wiedersehen, Markus,…bringe ich dich um.“ Mit diesen Worten ging er weiter und verschwand im Tor, welches sich direkt hinter ihm schloß.

Dämonen – Kapitel 24

Markus lachte auf, höhnisch: „Wie bitte kommst du auf die Idee, dass du mich zu etwas zwingen könntest?“ „Nun“, MacPain brauchte nicht lange für eine Erwiderung, „das ist einfach.“, Er schnipste mit den Fingern und mit einem infernalischem Kreischen riß das Dach auf.

Shinjitsu wa itsumo hitotsu –
Es gibt nur eine Wahrheit

Das gibt’s doch nicht, ihn darf es einfach nicht geben…MacPain…

Der Geschäftsmann war MacPain und kaum hatte er seinen Zauber aufgehoben verwandelte sich seine Gestalt auch schon in die, des arroganten Jünglings aus der Mangareihe ‚Bastard‘.
Schwarze, in Form gebrachte Haare, ein kantiges Gesicht und ein überlegenes Grinsen auf den Lippen: „Ich, der Saitenspieler, wurde geschickt, um dich“, damit zeigte er auf Markus, „und dich“, er zeigte auf Hannes, „zu
holen.“
Markus lachte auf, höhnisch: „Wie bitte kommst du auf die Idee, dass du mich zu etwas zwingen könntest?“
„Nun“, MacPain brauchte nicht lange für eine Erwiderung, „das ist einfach.“, Er schnipste mit den Fingern und mit einem infernalischem Kreischen riß das Dach auf.

Goldenes, wärmendes Licht erfüllte den Raum. Xandro hob mühsam seinen Kopf und starrte in das Licht. Er merkte nicht, wie seine Augen in Flammen aufgingen. Diese Herrlichkeit. Er fühlte die Wärme, spürte das Göttliche, was seinen geschundenen Leib einhüllte….dann schrie er in grausamer Agonie auf.

Ein leuchtend – weißer Strahl verschlang Xandro und löste ihn auf. Als der Strahl verweht war, war nichts mehr außer dem schwarzgebranntem Boden hinter der ebenfalls aufgelösten Wand zu sehen.
Und zwei Engel stiegen herab. Hannes flüsterte ihre Namen: „Potentates…die Kräfte…und Virtutes, die Tugenden. Solch machtvolle Wesen hier vor mir? Das wird ein Spaß!“
Sein Körper dehnte sich und zerplatzte, die Hülle lag am Boden und er stand in einer unbeschreibbaren, sich ständig veränderten Form da. Mit wenigen, weiten Hopsern durchquerte er denn Saal, packte die beiden Engel, die nichts hatten sagen oder tun können und verschwand – mit ihnen.
MacPain zuckte mit den Achseln und streckte nichtssagend seine Hände aus: „Dann sind wir ja allein. Wobei, nicht ganz!“, sein ‚freundlicher‘ Gesichtsausdruck verwandelte sich kurz in eine Miene des Schmerzes, dann in ein triumphierendes Grinsen: „Viel Spaß, Torû, mit meinen Kleinen! ‚Gates of hell‘“
Ein waberndes Etwas, umhüllt von grauen Schwaden (es erinnerte Markus nicht im Geringsten an das Tor, welches Hannes benutzt hatte) erschien dort, wo vorher scheinbar göttliche Macht für Zerstörung gesorgt hatte.
Und heraus kamen Dämonen. Viele Dämonen.
Markus nickte kurz in Torû’s Richtung und konzentrierte sich auf MacPain, seine Muskeln wieder angespannt und seine Sinne auf Hochleistung gestellt.

Torû sah das Nicken von Markus und dachte, es habe ihm gegolten. Also sprang er in die Luft und kramte die Erinnerung an einen Zauberspruch hervor: ‚Soulsword‘.
Ein grau schimmerndes Schwert erschien wie aus einer anderen Dimension in seiner Hand und er hieb zu. Der erste Dämon, er sah aus wie ein dümmlich grinsendes Seuchenopfer, hob seine verrottende Waffe und versuchte Torû’s Schlag abzuwehren. Er hätte das wohl auch problemlos geschafft, doch die Waffe seines Gegners prallte nicht ab, sie glitt durch sein Schwert und durch seinen Körper. Ohne Verletzungen brach er zusammen und blieb seltsam verkrümmt liegen.
Ohne das zu sehen griff Torû den Nächsten an und erschrak als…

…jedes Fenster des Saales, welches noch existierte, dank eines heftigen Stoßes zerbrach. Durch jede Fensteröffnung seilten sich großgewachsene Männer in den Raum ab. Gekleidet in schwarz – blaue Kampfkleidung, mit schwarzen Sturmhauben und gefährlich aussehenden MG’s in den Händen haltend,
gingen sie ohne lange zu zögern in Kampfstellung und nahmen die Dämonen unter Beschuß. Nicht gelbes Mündungsfeuer sondern silbernes verspritzte die Kugeln, welche die Dämonen ein Stück zurücktrieben.
Wenigstens 40 Mann marschierten unter Dauerfeuer vor und drängte ihre Opfer immer weiter zurück.

Und MacPain sah wie Markus triumphierend auflachte und er wusste, dass nicht er eine Falle gestellt hatte, sondern in eine gegangen war, aber…er wusste auch noch etwas anderes.
Seine Finger wirbelten los und die Stahlseile, die an ihnen befestigt waren zischten durch die mit Geschrei und Pulverdampf angereicherte Luft. Die beiden Männer, die er als Köder auserkoren hatte, merkte am Anfang gar nicht, was geschah. Erst als die Stahlseile ihre Arme und Beine oberhalb von Knie und Ellenbogen abtrennten, spürten sie etwas, besser gesagt, sie kreischten vor Qualen auf und krachten zu Boden.
Die Dämonen sahen die Lücke schneller als die Menschen und nutzten sie auch!
Was vorher ein planvolles Vernichten der Nichtmenschen gewesen war, ergab nun etliche Einzelkämpfe und in den meisten unterlagen die Menschen sehr, sehr schnell.

Torû tat, was er konnte um zu helfen, wo zu helfen war. Doch er war nur selten schnell genug. Dann…erkannte er drei der Männer, sie hatten sich mit einigen wenigen (insgesamt wohl etwa Zehn) zusammengedrängt und zogen sich unter unablässigem Drücken des Feuerknopfes zurück. Es war Lukas. Ja, Torû war sich sicher. Lukas und noch zwei ehemaligen Freunde waren unter dieser Gruppe.
Ein weiterer Dämon griff ihn an. Er war aufgedunsen und schwebte durch die Luft, als hätte ihn jemand oder etwas mit Gas gefüllt. Ein kurzer Schnitt eines erbeuteten Schwertes und es erwies sich, das der Dämon tatsächlich mit Gas gefüllt gewesen war. Dem aufklaffendem Magen entwich pfeifend etwas nicht sichtbares und wie ein Ballon wurde der Dämon vom Druck weggedrückt.
Da wandte sich Torû wieder der Gruppe zu (es waren noch Sieben) und sah, wie sie zum einem den Hauptflügel des Saales erreicht hatten, wobei sie von einer großen Horde an Feinden verfolgt wurden und zum anderem wie Matze, sein alter Freund Matthias, dem anderem Mann den er in der Gruppe kannte, ein noch besserer Freund, Marius ins Knie schoß, als es keiner der anderen merkte. Sie flohen und ließen Marius aufschreiend zurück…

Marius spürte wie sein Bein umknickte und er mit fiel. Schwer, aber ohne den Abzug seiner AM-74 loszulassen, prallte er auf und die Luft entwich pfeifend seiner Lunge. Er sah nach unten und erkannte den Grund für seinen Sturz, dort wo vorher sein Knie gewesen war, gab es jetzt nur noch eine stark blutende Wunde. Realistisch gesehen hatte er nur noch zwei Möglichkeiten – verbluten oder zerfetzt werden und wenn er sich so ansah, wie nah die Dämonen waren, war er sich ziemlich sicher, dass er nicht verbluten würde.
Mit einem leichtem Schleier vor den Augen hob er seine Waffe und schoß. Dann, Sekunden später, fiel ihm etwas ein.
Wie konnte es sein, dass sein Knie von hinten zerstört wurde? Doch nur…er fing an zu schreien. Wollte seine Freunde warnen, wollte ihnen sagen, dass sie einen Verrückten oder, er zögerte es auch nur zu denken, einen Verräter bei sich hatten. Doch die Dämonen waren schon über ihm.

Lukas hörte das irrsinnige Schreien seines alten Freundes und trieb die wenigen Überlebende nur noch mehr zur Eile an. Kaum hatten sie den Saal verlassen, versperrten sie die Flügel so gut sie konnten und machten Bestandsaufnahme.
Nur leichte Verletzungen, dafür einige heftige Schocks. Kaum noch Munition. Nicht sehr gut.
Auf seinen Befehl zogen sich die sieben Überlebenden des Trupps Delta aus dem Haus zurück.

Dämonen – Kapitel 23

Hannes schrie vor Wut, er wollte endlich frei sein und etwas trinken! Auch Torû würde bald schreien, ebenfalls aus Wut, aber nicht, weil er etwas trinken wollte, sondern weil ihn das Geschrei aus Hannes Mund nervte, um es mit Worten der früheren Jugend zu sagen: weil es ihn ankotzte.

In einem Traum sah ich den östlichen Himmel sich verfinstern,
doch stand im Westen noch ein bleiches Licht
und eine Stimme rief: “Das Ende steht bevor!”

Hannes schrie vor Wut, er wollte endlich frei sein und etwas trinken! Auch Torû würde bald schreien, ebenfalls aus Wut, aber nicht, weil er etwas trinken wollte, sondern weil ihn das Geschrei aus Hannes Mund nervte, um es mit Worten der früheren Jugend zu sagen: weil es ihn ankotzte.
Ein Mann trat durch eine kleine, eisenbeschlagene Tür in dir Grotte und verpasste Hannes geschickt einen Knebel. Torû runzelte die Stirn, er sah dem Mann, der ihn in der Gasse angegriffen hatte, fast zum Verwechseln ähnlich.

Die gekrümmte Hand seines Gegenübers jagte knapp an Markus‘ Kopf vorbei, als dieser sich gerade noch aus der Bahn warf und sein Knie in den Magen des Angreifers stieß.
‚Ordain‘, Markus riß überrascht seine Augen auf und versuchte wegzuspringen, als sich eine nachtschwarze Kugel um ihn herum materialisierte, doch er prallte gegen die Haut und wurde zurückgeworfen. Er fühlte Blut an der Schulter die, die Mauer berührt hatte herunterlaufen und sah, dass kleine Fetzen seines Fleisches fehlten. Überall um ihn herum öffneten sich kleine und große Mäuler, schnappten auf und zu, vergingen fast schon in der Gier nach Fleisch – seinem Fleisch.

Der Alte schrie im ersten Augenblick triumphierend auf, doch verzog sich seine Mimik schon im nächsten Moment zu purer Überraschung.
An der Rundung, wo die Wand der Höhle zur Decke überging, verzog sich für einen Moment geradezu die Realität und dann…splitterte Glas. Ein Fenster, wo vorher keines gewesen war, zerfiel in tausend Teile und wie in Zeitlupe sackten die Splitter zu Boden. Wie ein Spuk kräuselte sich die Wand in kreisförmigen Wellen um das Fenster herum und verschwand.
Zu Vorschein kam altes, aber auch edles aussehendes und bearbeitetes Holz und kaum hatte es begonnen, als die Illusion der Höhle auch schon vollständig aufgelöst hatte.

Mit einem gewaltigem Krachen zersplitterten die Ketten, die Hannes hielten – gehalten hatten. Er stürzte zu Boden, ging in die Knie und sprang ohne zu Zögern auf ihren Kerkermeister, Torû hatte ihn inzwischen mit Eins betitelt hatte, zu. Dieser drehte sich geschickt und ließ Hannes so über sich hinwegfliegen. Doch auch dieser war ein Könner, rollte sich ab und warf seinen rechten Arm in einer blitzartigen Geschwindigkeit gegen seinen Gegner.
Ein dunkles, wurmähnliches, schnappendes Maul raste Eins entgegen und verbiß sich kurzzeitig in seiner Schulter, aber schon im nächsten Moment ließ es von dem Mann ab, Torû sah, dass ein Brocken seiner Schulter einfach weg war, und biß sich gleich darauf wieder im Magenbereich fest. So ging das minutenlang, bis schließlich nur noch Blut auf dem Boden der Grotte davon kündete, was hier passiert war. Torû lächelte und dachte: „Darkworm – interessant! Vor allem Xzan’s Macht ist beeindruckend, ohne zu sprechen…“
Mit vorläufig mordlüsternen Augen sah Hannes ihn an: „Markus ist etwas passiert.“
Mehr gab es nicht zu sagen, mit einem kurzem Ruck zerrissen auch Torû’s Fesseln und sie liefen auf gut Glück los.

Ein Mann, gekleidet mit Anzug und Krawatte, sprang durch das Fenster und sah auf die Kugel, die Markus immer noch gefangen hielt: „Los jetzt. Ich weiß, was du tust!“

In der Kugel grinste Markus, ein leicht violetter Schein umgab ihn und indem er seine Arme seitwärts von sich wegstieß, drängte der Schein gegen das Schwarz…und ließ es sich auflösen.
Kurz aufkeuchend fiel er auf die Knie und sah den Geschäftsmann, der sich zum Alten gewandt hatte und seltsam mit seinen Händen fuchtelte. Minimale, kaum sichtbare Schnitte erschienen überall am Körper des Alten, seine Augen weiteten sich und er…sein Körper fiel in sich zusammen, zu vielen, kleinen Stücken zerschnitten.
Markus holte tief Luft und wurde schon durch einen Fußtritt, der sein Kinn traf weggeschlagen. Er fiel schwer zu Boden, streckte seine Arme nach hinten, stützte sich auf ihnen ab und drückte sich so in die Luft. Nach einem Handstand stand er wieder wehrte die nächsten Angriffe ab.

„Dieses Haus ist zum verrückt werden!“, Torû wurde auch sauer. Seit Stunden rannten sie durch die verwinkelten Gänge einer uralten Villa und fanden einfach nichts, woran sie sich orientieren hätten können und, als wäre das nicht genug, jetzt wurden sie auch immer wieder von kleineren Schrecknissen angegriffen, Darklings oder Quälgeister. „Ein hoher Würdenträger der Hölle ist hier, so etwas passiert immer“, meinte Hannes während sie weiterrannten.

„Jetzt reicht’s aber!“, mit einem Kampfschrei ging Markus in den Angriff über, durch Adrenalin stärker und schneller geworden. In wenigen Augenblicke hatte er seinen Gegner in die Ecke gedrängt und mit dem Spruch ‚Spen‘ blutend festgenagelt.
Kaum nach Atem ringend richtete Markus seine Aufmerksamkeit Xandro und dem Geschäftsmann zu. „Wer bist du?“
Der Mann lächelte während er weitermachte, mit…was auch immer er tat. Er hatte Xandro’s blutende Gestalt genommen (das Gesicht war noch immer nicht sichtbar) und kopfüber, in Kreuzform an die vermutlich nördliche Wand des Saales genagelt. Immer mehr Blut sammelte sich in einem Auffangbecken unter Xandro.

Im Laufen sprang Torû ab, drehte sich und trat die Tür vor ihnen mit einem gewaltigem Krachen auf. Ein kurzer Schmerz zuckte durch sein Bein: „Angeknackst“, dachte er sich, „Nichts schlimmes!“
Dann fiel ihm auf, dass ihn sein Schwung noch um einiges weiter getragen hatte und er immer noch…nun nicht mehr flog. Er prallte auf den Boden und schlitterte einige Meter weit. Nässe war unter seinen Fingern, also hob er die Hand sah sich die gespreizten Finger an. Blutrote Flüssigkeit tropfte zu Boden, er sah sich um und erkannte, worin er lag. Das, was hier eine Blutlache verursacht hatte, war wohl einmal ein kompletter Körper gewesen, nun waren es nur noch Fleischstückchen.
Mit einem kurzem Schrei sprang er auf und wischte sich so gut er konnte das Blut von seiner Kleidung.

Markus war kurz aber heftig zusammen gefahren, als die Tür aufkrachte und hatte sich gerade noch das Lachen bei Torû’s komischer Figur in den Überresten des Alten verkneifen können. Auch Hannes betrat nun den Saal und der Geschäftsmann hatte sein Werk wohl vollendet, er wandte sich den Drei zu und meinte mit einem gemeinem Gesichtsausdruck: „Jetzt seid ihr, sind wir ja alle versammelt!

Dämonen – Kapitel 22

„Am Beginn war das Ende, am Ende war der Beginn. Willkommen Bruder, am Anfang vom Ende!“, sagte der kleingewachsene Mann, der Markus kurz vorher in den Weg getreten war.

Wir nennen uns nicht mehr die “Arkane Bruderschaft”!
Wie dann? “Fröhliche Wirker finsterer Magie”?

„Am Beginn war das Ende, am Ende war der Beginn. Willkommen Bruder, am Anfang vom Ende!“, sagte der kleingewachsene Mann, der Markus kurz vorher in den Weg getreten war. „Kann ich etwas für Sie tun?“, fragte Markus sicherheitshalber noch nach, doch schon sprang der Mann mit ausgestrecktem Fuß nach vorne, was Markus aber problemlos mit seinem Unterarm abwehren konnte. Der Mann trat, kaum aufgekommen, sofort nach und versuchte Markus in die Kniekehle zu treffen, auch dieser Attacke wich er aus, diese Mal, indem er einfach über den wirbelnden Fuß seines Gegners sprang, dann trat Markus selbst zu. Die Wucht des Trittes riß den Kopf des Mannes nach hinten und ließ ihn stürzen. Der Sieger stand fest auf seinen Beinen, als er einen kurzen, stechenden Schmerz im Nacken spürte. Seine Hand zuckte in seinen Nacken und er fühlte dort einen kleinen Pfeil stecken. Sein letzter Gedanke war, während er sich umdrehte und einen verschwommenen Blick auf den Angreifer aus dem Hinterhalt, einem alten, gebrechlichen Mann, den er vorher im Lokal gesehen hatte, erhaschte: „Auch noch in den Nacken. Da werden die tollsten Helden doch immer getroffen…“ Jetzt erst fiel er ohne eine Chance sich abzufangen zu Boden und blieb liegen.

„Am Beginn war das Ende, am Ende war der Beginn. Willkommen Bruder, am Anfang vom Ende!“, die gleichen Worte, mit denen ihn der erste Angreifer begrüßt hatte, weckten Markus nun auf. Sein Kopf schmerzte, vermutlich vom Gift her, dafür konnte er aber klar denken, sich jedoch nicht bewegen. Er richtete seinen Blick zu seinen Füßen, sie waren fest verschnürt, seine Arme fühlte er auf seinem Rücken, ebenfalls gebunden.
Prüfend versuchte er seine Hände zu bewegen, doch wie Markus es sich gedacht hatte, hatte er keine Chance sich zu befreien.
„Wer seid ihr?“ „Wir?“, ein Mann mit einer vollkommen ausdruckslosen Maske trat in sein Blickfeld, „Wir sind die Bruderschaft des Anfangs vom Ende!“ Markus Gesicht sagte alles, was er dachte.
„Wie auch immer“, die Person mit der Maske, Markus erkannte nun, dass sie ein schwarzes Jackett trug, trat näher an ihn heran: „Ich befreie dich jetzt, also töte mich bitte nicht.“ Ohne lange nachzudenken nickte Markus, ein Nicken war kein Versprechen. Seine Fesseln lösten sich auf ein Fingerschnippen der Gestalt und Markus richtete sich langsam, vorsichtig auf. Sein Blick wurde immer klarer und er sah, dass, jenes, was er für eine finstere und grauenerregende (Klischee, mal wieder…) Gruft gehalten hatte, eine gemütlich eingerichtete und große, eine wirklich, wirklich große Höhle war. Die Gestalt trat an einen weißen Kühlschrank, der vollgepint mit verschiedenfarbigen Zetteln war und öffnete ihn. „Willst du auch eine?“, er hielt fragend 2 Bierflaschen in die Höhe. Markus sah überrascht aus, bejahte aber mit offenem Mund. „Chips? Chili? Was anderes zu essen?“, die Gestalt warf ihm eine Flasche zu, die Markus geschickt auffing und an einer Kante der Wand öffnete. Gut gekühltes, wohltuendes Bier rann seine Kehle hinunter, es war ein wunderbares Gefühl.
„Ich bin übrigens Xandro“, meinte die Gestalt und öffnete seine Flasche ebenfalls. Sie stießen an und tranken jeweils ihre Flasche leer.
Einige Zeit später hatten sie sich gemütlich in ein paar Sessel gelegt und sahen, ohne wirklich es wirklich zu beachten, auf einen Fernsehbildschirm. „Also, was wollt ihr oder willst du von mir?“, fragte Markus.
Xandro’s Antwort bestand aus einem Namen: Sylwia.

Klamm war die Grotte in der Hannes und Torû mit Ketten an die Wand gehängt worden waren. Torû versuchte, zum etwa hundertstem Mal, durchzudenken, was passiert war – er hatte das Lokal verlassen und war durch einen schrillen Pfiff in eine Gasse gelockt worden. Obwohl er einen ausgeprägten Gefahrensinn besaß, war der Faustschlag des Mannes vollkommen überraschend gekommen. Die schnellen und gut plazierten Schläge hatten ausgereicht, dass er sich nicht auf seine Verteidigung hatte konzentrieren können. Irgendwann war er halbohnmächtig in die Schatten geschleift worden und sah dort wie sich drei Männer, die sich gleich bewegten und die gleiche Statur besaßen über Hannes hergemacht hatten. Er hatte sich immerhin wehren können…

„Vergiss es!“, fest war Markus‘ Stimme. „Wirklich?“, Xandro war scheinbar wirklich überrascht, „Nun dann…tut’s mir nicht leid!“
Markus blieb gerade noch die Zeit für ein „Was?“, als Xandro’s Ferse den Sessel dort durchschlug, wo gerade Markus‘ Hals gewesen war. Er rollte sich ab und wich den folgenden Attacken durch Xandro immer wieder aus.
Irgendwann war fast die gesamte Einrichtung zerschlagen und schwer atmend standen sich die beiden gegenüber. „Die Bruderschaft braucht Sylwia. Wir brauchen sie!“, Xandro gab nicht auf. Schon die ganze Zeit sprach er in einem seltsam – monotonem Ton, als müsste er sich den Grund des Kampfes selbst erst klar machen.
„Wenn du sie uns nicht gibst, dann wirst du sterben. Deine letzte Chance!“ Markus schüttelte den Kopf und sammelte Energie in seinen Händen.
„Dann eben…‘Lightning‘!“, Xandro schrie und aus seinen Augen stachen bläulich schimmernde Blitze nach Markus – sie trafen. Strom ließ seinen Körper zucken und, als es den Körper wieder verließ, ihn zu Boden fallen, von innen rauchend. Markus keuchte und hob seinen Kopf, seine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen: ‚De Farla‘ Markus streckte seinen Arm in Richtung Xandros und ein hellweißer Strahl verschlang für Momente den aufschreienden Körper seines Gegners. Nur wenige Sekunden, dann verklang der Spruch.
Xandro’s Körper qualmte nicht, nein, er brannte. Zwar nicht von innen wie Markus, aber noch eine ganze Weile umspielte die Energie seine Gestalt. Die Maske war verkohlt, wie Markus jetzt erkannte, aber er erkannte nichts.
„Was zum Ende war das?“, zwei Männer betraten den Raum. Genau die gleichen, die ihn, Markus, in der Gasse besiegt hatten. Und jetzt wusste er auch, was ihn in der Zeit mir Xandro gestört hatte – sie sahen, von Alterszeichen abgesehen, absolut gleich aus.
Sie schrien beide auf und der Ältere rannte zu Xandro, der andere stellte sich kampfbereit Markus gegenüber.

Dämonen – Kapitel 21

In seinem Hotelzimmer angekommen, warf Markus erst einmal seine Sachen auf einen Haufen und packte sie von diesem Haufen nach und nach in seinen Koffer und Rucksack. Vom einem Moment auf den anderen blieb er wie angewurzelt stehen. Wie kam sein Buch aus Kasshin hierher? Er hatte es nie eingepackt!

Es gibt keine Sicherheit auf Erden, nur Chancen.
(Douglas MacArthur)

In seinem Hotelzimmer angekommen, warf Markus erst einmal seine Sachen auf einen Haufen und packte sie von diesem Haufen nach und nach in seinen Koffer und Rucksack. Vom einem Moment auf den anderen blieb er wie angewurzelt stehen. Wie kam sein Buch aus Kasshin hierher? Er hatte es nie eingepackt!
Zögernd öffnete er die nächste Seite und las das, was Sylwia schon gelesen hatte. Dann blätterte er um und las dieses:
Tod,
bitterer Tod
Nimmst der Frau den Mann
Lässt sie allein zurück

Tod,
grausamer Tod
Nimmst dir was du willst
Nimmst die Mutter
Hast deine Soldaten
Hast sie unter deinem Befehl

Tod,
lieblicher Tod
Nimmst die Alten
Ereilst das Opfer
Erlöst den Kranken

Tod,
einsamer Tod,
Nimmst,
was dir gehört
Tust,
was du musst

Markus lächelte, ja, aus diesem Gedicht sprach eine gewisse Wahrheit heraus. Er packte das Buch ein und lief nach unten, warf dem Chef genug Geld hin und rannte, ohne Hannes Bescheid zu sagen, zurück in den Club.
Aber wer erwartete ihn da mit einer Bierflasche in der Hand? Hannes!
Er seufzte wieder und setzte sich zu Torû und Hannes an den Tisch: „Du hast aber auch mächtige Gefährten, Markus!“, meinte Torû lächelnd, aber angespannt. Stimmt, davon wusste er ja nichts. Markus erzählte ihm die Geschichte und Torû entspannte sich sichtlich.

Am nächsten Morgen waren die drei früh auf den Beinen. Tatsächlich, Hannes war früh aufgestanden, endlich etwas, worüber Markus Witze reißen konnte. Das tat er auch, obwohl sie nicht gerade der Reißer waren.
„Immerhin haben wir uns jetzt gefunden. Jetzt müssen wir Chentu und Sylwia ausfindig machen und dann geht’s weiter. Kain dürfte bald…“, meinte Torû und stockte. Markus sah ihn erwartungsvoll an, doch sein Gegenüber wich den Blicken aus und schwieg beharrlich.
Mit einem Taxi fuhren die beiden zum Flughafen der Stadt und von da aus nahmen sie die nächste Maschine zu den Osterinseln, von dort hatte Torû nämlich letzte Meldungen von Sylwia erhalten.
Der Flug war ereignislos und nach einer problemlosen Landung stiegen sie in Hawaii-Hemden gekleidet und mit aufgesetzter Sonnenbrille aus dem kleinem Flugzeug. Der kurze Weg durch die gnadenlos niederbrennende Sonne zur Flughafenhalle, ließ sie in Schweiß ausbrechen. „Und wohin nun?“, fragte Hannes, der wie ein typischer Bodyguard gekleidet war. Schwarzer Anzug, Lautsprecher im Ohr, welcher allerdings an einem Discman hing, in dem sich pausenlos Scheiben von Catamenia, Naglfar, Hypocrisy, Immortal und ähnlichen Bands drehten sowie die tiefschwarze Sonnenbrille, auch das Pistolenhalfter unterm Jacket fehlte nicht.
„Eigentlich sollten wir abgeholt werden. Ich sehe aber niemanden…“, suchend sah Torû sich um. Tatsächlich, nirgends ein Zeichen von Bekannten oder jemandem, der sie suchte. Er wunderte sich ein wenig, das war untypisch für Sylwia. „Na ja, was soll’s? Trinken wir mal noch etwas!?“ Schweigend stimmten die beiden anderen zu und setzten sich in ein kleines, relativ sauberes Lokal, das durch einen ungeheuren Ventilator gut gekühlt wurde. Ohne viel zu überlegen bestellten 2 von ihnen Wasser und der Dritte (wer wohl?) ein Bier.
Dann saßen sie da und warteten.

Und warteten. Es wurde schon Abend, als sich Torû etwas aufgeregt umsah: „Das gibt’s doch nicht! Ich habe doch Bescheid gegeben…“ Er stand auf und verschwand, stumm warteten die Verbliebenen. Und warteten. Wieder vergingen Stunden, dann stand Hannes auf, murmelte etwas wie: „Suche mal.“ und ging.
Markus saß ratlos am Tisch und beobachtete die Wassertropfen, die am Glasrand hinunterliefen.
Irgendwann war er es leid. Mit einem Ruck stand er auf, schmiß ein paar Münzen auf den Tisch und ging aus dem Lokal.
Draußen sah er sich um. Kein Mensch zu sehen. Nein, viele Menschen zu sehen, aber keiner, den Markus kannte. Kurzentschloßen ging er zur Flughafenverwaltung, zögerte aber vor einer kurzen, dunklen Gang. Er grinste – ja, da war jemand. Aus reinem Trotz trat er den Weg