Dämonen – Kapitel 22

„Am Beginn war das Ende, am Ende war der Beginn. Willkommen Bruder, am Anfang vom Ende!“, sagte der kleingewachsene Mann, der Markus kurz vorher in den Weg getreten war.

Wir nennen uns nicht mehr die “Arkane Bruderschaft”!
Wie dann? “Fröhliche Wirker finsterer Magie”?

„Am Beginn war das Ende, am Ende war der Beginn. Willkommen Bruder, am Anfang vom Ende!“, sagte der kleingewachsene Mann, der Markus kurz vorher in den Weg getreten war. „Kann ich etwas für Sie tun?“, fragte Markus sicherheitshalber noch nach, doch schon sprang der Mann mit ausgestrecktem Fuß nach vorne, was Markus aber problemlos mit seinem Unterarm abwehren konnte. Der Mann trat, kaum aufgekommen, sofort nach und versuchte Markus in die Kniekehle zu treffen, auch dieser Attacke wich er aus, diese Mal, indem er einfach über den wirbelnden Fuß seines Gegners sprang, dann trat Markus selbst zu. Die Wucht des Trittes riß den Kopf des Mannes nach hinten und ließ ihn stürzen. Der Sieger stand fest auf seinen Beinen, als er einen kurzen, stechenden Schmerz im Nacken spürte. Seine Hand zuckte in seinen Nacken und er fühlte dort einen kleinen Pfeil stecken. Sein letzter Gedanke war, während er sich umdrehte und einen verschwommenen Blick auf den Angreifer aus dem Hinterhalt, einem alten, gebrechlichen Mann, den er vorher im Lokal gesehen hatte, erhaschte: „Auch noch in den Nacken. Da werden die tollsten Helden doch immer getroffen…“ Jetzt erst fiel er ohne eine Chance sich abzufangen zu Boden und blieb liegen.

„Am Beginn war das Ende, am Ende war der Beginn. Willkommen Bruder, am Anfang vom Ende!“, die gleichen Worte, mit denen ihn der erste Angreifer begrüßt hatte, weckten Markus nun auf. Sein Kopf schmerzte, vermutlich vom Gift her, dafür konnte er aber klar denken, sich jedoch nicht bewegen. Er richtete seinen Blick zu seinen Füßen, sie waren fest verschnürt, seine Arme fühlte er auf seinem Rücken, ebenfalls gebunden.
Prüfend versuchte er seine Hände zu bewegen, doch wie Markus es sich gedacht hatte, hatte er keine Chance sich zu befreien.
„Wer seid ihr?“ „Wir?“, ein Mann mit einer vollkommen ausdruckslosen Maske trat in sein Blickfeld, „Wir sind die Bruderschaft des Anfangs vom Ende!“ Markus Gesicht sagte alles, was er dachte.
„Wie auch immer“, die Person mit der Maske, Markus erkannte nun, dass sie ein schwarzes Jackett trug, trat näher an ihn heran: „Ich befreie dich jetzt, also töte mich bitte nicht.“ Ohne lange nachzudenken nickte Markus, ein Nicken war kein Versprechen. Seine Fesseln lösten sich auf ein Fingerschnippen der Gestalt und Markus richtete sich langsam, vorsichtig auf. Sein Blick wurde immer klarer und er sah, dass, jenes, was er für eine finstere und grauenerregende (Klischee, mal wieder…) Gruft gehalten hatte, eine gemütlich eingerichtete und große, eine wirklich, wirklich große Höhle war. Die Gestalt trat an einen weißen Kühlschrank, der vollgepint mit verschiedenfarbigen Zetteln war und öffnete ihn. „Willst du auch eine?“, er hielt fragend 2 Bierflaschen in die Höhe. Markus sah überrascht aus, bejahte aber mit offenem Mund. „Chips? Chili? Was anderes zu essen?“, die Gestalt warf ihm eine Flasche zu, die Markus geschickt auffing und an einer Kante der Wand öffnete. Gut gekühltes, wohltuendes Bier rann seine Kehle hinunter, es war ein wunderbares Gefühl.
„Ich bin übrigens Xandro“, meinte die Gestalt und öffnete seine Flasche ebenfalls. Sie stießen an und tranken jeweils ihre Flasche leer.
Einige Zeit später hatten sie sich gemütlich in ein paar Sessel gelegt und sahen, ohne wirklich es wirklich zu beachten, auf einen Fernsehbildschirm. „Also, was wollt ihr oder willst du von mir?“, fragte Markus.
Xandro’s Antwort bestand aus einem Namen: Sylwia.

Klamm war die Grotte in der Hannes und Torû mit Ketten an die Wand gehängt worden waren. Torû versuchte, zum etwa hundertstem Mal, durchzudenken, was passiert war – er hatte das Lokal verlassen und war durch einen schrillen Pfiff in eine Gasse gelockt worden. Obwohl er einen ausgeprägten Gefahrensinn besaß, war der Faustschlag des Mannes vollkommen überraschend gekommen. Die schnellen und gut plazierten Schläge hatten ausgereicht, dass er sich nicht auf seine Verteidigung hatte konzentrieren können. Irgendwann war er halbohnmächtig in die Schatten geschleift worden und sah dort wie sich drei Männer, die sich gleich bewegten und die gleiche Statur besaßen über Hannes hergemacht hatten. Er hatte sich immerhin wehren können…

„Vergiss es!“, fest war Markus‘ Stimme. „Wirklich?“, Xandro war scheinbar wirklich überrascht, „Nun dann…tut’s mir nicht leid!“
Markus blieb gerade noch die Zeit für ein „Was?“, als Xandro’s Ferse den Sessel dort durchschlug, wo gerade Markus‘ Hals gewesen war. Er rollte sich ab und wich den folgenden Attacken durch Xandro immer wieder aus.
Irgendwann war fast die gesamte Einrichtung zerschlagen und schwer atmend standen sich die beiden gegenüber. „Die Bruderschaft braucht Sylwia. Wir brauchen sie!“, Xandro gab nicht auf. Schon die ganze Zeit sprach er in einem seltsam – monotonem Ton, als müsste er sich den Grund des Kampfes selbst erst klar machen.
„Wenn du sie uns nicht gibst, dann wirst du sterben. Deine letzte Chance!“ Markus schüttelte den Kopf und sammelte Energie in seinen Händen.
„Dann eben…‘Lightning‘!“, Xandro schrie und aus seinen Augen stachen bläulich schimmernde Blitze nach Markus – sie trafen. Strom ließ seinen Körper zucken und, als es den Körper wieder verließ, ihn zu Boden fallen, von innen rauchend. Markus keuchte und hob seinen Kopf, seine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen: ‚De Farla‘ Markus streckte seinen Arm in Richtung Xandros und ein hellweißer Strahl verschlang für Momente den aufschreienden Körper seines Gegners. Nur wenige Sekunden, dann verklang der Spruch.
Xandro’s Körper qualmte nicht, nein, er brannte. Zwar nicht von innen wie Markus, aber noch eine ganze Weile umspielte die Energie seine Gestalt. Die Maske war verkohlt, wie Markus jetzt erkannte, aber er erkannte nichts.
„Was zum Ende war das?“, zwei Männer betraten den Raum. Genau die gleichen, die ihn, Markus, in der Gasse besiegt hatten. Und jetzt wusste er auch, was ihn in der Zeit mir Xandro gestört hatte – sie sahen, von Alterszeichen abgesehen, absolut gleich aus.
Sie schrien beide auf und der Ältere rannte zu Xandro, der andere stellte sich kampfbereit Markus gegenüber.

Author: Kamikaze's Geschichten

Leben und Leben lassen ich liebe die beste Frau auf der Welt

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