Dämonen – Kapitel 19

Blinzelnd öffnete Markus seine Augen. Das grelle Licht der immer wieder aufblitzenden Discoleuchten blendeten ihn fast schon. Verschwommen sah er Köpfe über sich auf, rein instinktiv schlug er auf eines von ihnen ein.

Musik wird oft nicht schön gefunden,
weil stets sie mit Geräusch verbunden.
(Wilhelm Busch)

Blinzelnd öffnete Markus seine Augen. Das grelle Licht der immer wieder aufblitzenden Discoleuchten blendeten ihn fast schon. Verschwommen sah er Köpfe über sich auf, rein instinktiv schlug er auf eines von ihnen ein. Das Ding ruckte zurück, als sich seine Faust in die Mitte des Dings traf. Sofort wollte Markus auf ein anderes der Dinger schlagen, doch schon fühlte er sich von festen Fäusten – halt! Wieso sollten es Fäuste sein? Es könnten doch auch…könnten auch…er schaffte es nicht seinen Gedanken zu beenden.
Langsam klärte sich seine Sicht und er erkannte Torû, der sich die blutende Oberlippe hielt, lächeln: „Du bist also zurück. Wurde aber auch Zeit!“ Torû stand auf und hielt Markus die Hand hin, der sie ergriff, dann zog er ihn hoch: „Pass auf, wir haben noch 2 Lieder. Ein Cover und eins unserer Lieder, warte doch bitte solange!“ Schon sprang er wieder auf die Bühne und entschuldigte sich beim Publikum.
„Evil Truth“, die, welche noch anwesend und nicht gänzlich betrunken waren, jubelten laut, verhältnissmässig laut zumindest, als das Gitarrenspiel begann.

Another time, another tale
Another war on earth
Why did you what you have done?
What fight you against?

Against bitterness?
Against pain?
Or against lonelyness?
Where have you gone when I was alone?

Now talk!
Tell us the evil truth
Your evil truth

You’re a lie in my live
You’re a fiction in my dreams
How can you walk over my – planet?
Who gave you the permission?

Now talk!
Tell us the evil truth
Your evil truth

Listen to my soul
Listen all to my soul
She will tell you the truth
The evil truth!

Listen to my soul
Listen all to my soul
She will tell you the truth
The evil truth!

Now talk!
Tell us the evil truth
Your evil truth

Bombs are over – what is the virus doing?
Rain is always here
Never go away
On broken wings
We can’t fly high in the sky

Where did you came from?
Listen!
I asked: Where did you came from?
Why are you here?

Listen to me!
Listen to my soul!
Listen to my

…to my evil truth

Das Lied klang aus und auch Markus, der anfangs eher desinteressiert zugehört hatte, klatschte laut und rief nach Zugabe, solche, ja, vom Text einmal abgesehen, Kunst, hatte er selten gehört!
Torû lächelte in sich hinein und übersprang die Zeit, die zum Neustimmen der Instrumente benötigt wurde mit einige Anekdoten aus sein Jugend, welche sich für Markus allerdings etwas…unglaubwürdig anhörten. Wie auch immer, kurz danach waren die Instrumente fertig und die Band bereit.
„So, ein wenig Wasser für die, die noch stehen!“, Torû spritzte den Rest Wasser aus seiner Flasche ins Publikum, die das dankbar aufnahmen und sprach weiter: „Ihr kennt ja unseren Geschmack an Musik, deswegen haben wir uns gedacht, heute mal eine Coverversion von Pain darzubringen…Close my eyes!“
Das Publikum klatschte zwar, aber scheinbar kannten sie das Lied nicht. Markus lachte auf, er immerhin liebte dieses Lied. Ach nein, Shut your mouth, wieso verwechselte er das immer?
Can’t see faith through the tears
of my swollen eyes

I try to dry
I pretend it’s not as bad as it seems… what a lie

how can we be so blind
every time a child dies
people are starving
rain forests are falling
the bombs are dropping from the sky

I don’t know why – it sticks in my head
I close my eyes – and it hurts me so bad
I don’t know why – it sticks in my head
I close my eyes – I close my eyes

I close my eyes

I look away from this misery
and I hope the problem will disappear

but it still hurts me everytime a child dies
it’s like a knife you stab in my heart
and twist it, twist it, twist it around

I don’t know why – it sticks in my head
I close my eyes – and it hurts me so bad
I don’t know why – it sticks in my head
I close my eyes – I close my eyes

Das Lied klang aus und ohne zu warten sprang Torû von der Bühne, klopft dort jemanden auf die Schulter und sprach da mit einem anderen. Dann stand er vor Markus und grinste breit: „Den Schlag ist weiterhin nicht von schlechten Eltern!“ Etwas düster sah ihn Markus in die Augen: „Wo seid ihr? Wo wart ihr? Und vor allem, was ist passier?“
Abwehrend hob Torû die Hände: „Eins nach dem anderen! Und das erste ist“, Gedankenpause für Markus, „Bier! Freibier!“ Er grinste noch breiter, trat zur Theke, holte 2 Bier und gab eins davon Markus, der nahm es dankbar an.
Sie gingen in eine dunkle Ecke und setzten sich an einen runden, verschmierten Tisch.
„Ja, was ist passiert? Kasshin wurde angegriffen, Kenshin getötet, Sensei wahnsinnig und na ja, wir flohen. Im Kurzdurchlauf war es so…“ Torû sah etwas betrübt aus, ein ganz klein wenig, wie Markus auffiel.
„Das Kenshin tot ist, weiß ich. Wer war es?“, fragte Markus lauernd, auf Rache hoffend. Torû flüsterte ihm den Namen ins Ohr: „Aber er ist schon tot. Irgendwie haben wir es schlußendlich geschafft…“, er seufzte.

Author: Kamikaze's Geschichten

Leben und Leben lassen ich liebe die beste Frau auf der Welt

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