Geschichten von mir

HIER EINE KLEINE KURZE GESCHICHTE

 

Frantizek,der Ziegenbock
Da gab es einen Ziegenbock,von dem muß ich euch erzählen.Frantizek war ein afrikanischer Zwergziegenbock,rabenschwarz,nur seine Ohren waren weiß.Er hatte ein schönes Leben auf einem Pferdehof,war dort nicht eingesperrt und konnte den ganzen Tag herumstrolchen.Und wenn es ihm auf dem Hof dann doch einmal zu langweilig wurde,dann spazierte er ins Dorf.Dort tauchte er in aller Regelmäßigkeit vor dem kleinen Dorfladen auf,denn dort gab es für ihn immer was zu holen.Er durchstöberte zum Beispiel die Taschen der älteren Frauen,wenn diese vom einkaufen herraus kamen.Niemals jedoch umgekehrt,denn er hatte sehr schnell gelernt,das ihn die meißten der Frauen immer eine Süßigkeit mitbrachten,wenn sie mit vollen Taschen aus dem Laden kamen.Da kam es auch schon einmal vor,das sich Frantizek holte was er wollte,auch wenn es der Dame nicht gefiel.Dann streubte er seinen schwarzen Kamm,stieg auf die Hinterbeine und drohte mit seinen Hörnern.Die eigentliche Tascheninspektion verlief eigentlich recht schnell…..er suchte immer nur nach Gummitieren.
Eines Tages kam er zur Mittagsstunde zu eben diesem Dorfladen.Also keiner da……Mist.Allerdings standen vor der verschlossenen Tür zwei,drei Stiegen einer Käselieferung.Die oberste Stiege mußte dann wohl der Schmelzkäse gewesen sein.Eine Käselieferung nur für ihn allein!Erst schleckte er ein wenig mit seiner kleinen Zunge,dann riß er mit den Zähnen,bis er schließlich den Käse mit den Hörnern malträtierte.Schmelzkäse ist eben doch nicht ganz nach Ziegengeschmack,aber das mit den Hörnern,das machte schon Spaß.
Es war schon ein Bild für die Götter als der Frantizek auf den Hof zurück kam.In seinem schwarzen Fell und auf seinen Hörnern klebte überall Schmelzkäse und Silberpapier…….dazu natürlich Unschuldsmiene.
Zum Glück wurden keine Schadensersatzansprüche gestellt,so wie auch niemals bei all seinen weiteren Streichen und dererlei gab es viele.
Noch in der selben Woche,setzte das Böckchen,wie er auch des öfteren genannt wurde,noch einen drauf.Auf dem Pferdhof wohnte außer mir, noch ein betagtes Rentnerehepaar.Als Frantizek noch klein und knuddelig war,wurde er des öfteren von Oma und Opa in die Wohnung gelassen und hier und da mit einem Happen verwöhnt.Das war zwar nun schon eine längere Zeit her aber warum auch immer,beim Anblick der offenen Tür,schien er sich wieder daran zu erinnern.Die beiden alten Herrschaften saßen gerade beim Frühstück,als Frantizek durch die offene Tür in die Wohnung hinein und stolz wie Alexander der Große an den beiden vorbei marschierte.Oma und Opa fiel beinahe das Brötchen aus der Hand,als der nun recht stattliche Ziegenbock an den beiden vorbei marschierte.Die gestreubten Nackenhaare von Frantizek,zeigten jedenfalls deutlich,das mit ihm nicht zu spaßen war und so zog er in Siegerlaune durch das Wohnzimmer und von da aus direkt in das eheliche Schlafzimmer der beiden.Opa hatte sich nun endlich gefaßt,denn was zuviel war,das war zuviel und eilte hinterher.Böckchen suchte sich derweil den kampftaktisch besten Platz-das Ehebett!Das war nun aber doch zuviel und zornig griff Opa nun zu einem der Kissen.Das hätte er besser bleiben lassen sollen.Denn das war genau nach Frantizeks Geschmack.Opa haute ihm das Kissen um die Ohren,während Frantizek auf die Hinterbeine stieg und mit den Hörnern schnarzte und hakelte,was das Zeug hielt!Natürlich hatte Opa längst nicht so eine gute Kampfkondition wie Frantizek und nach dem nun keine Federn mehr im Kissen,wohl aber im ganzen Schlafzimmer verteilt waren,gab Opa auf.Oma sah es mit Entsetzen.Im Schlafzimmer sah es ja nun auch aus wie auf dem Kilimantscharo,nur das die weiße Pracht kein Schnee war.Auch für Frantizek hatte das Spiel nun seinen Reiz verloren und zufrieden verlies er den Kampfplatz,überall behängt mit den weißen Federn aus dem Kopfkissen.
Ich gebe zu,es kostete mich größte Anstrengung,bei der Schilderung der Kampfszenen von Oma nicht völlig die Kontrolle über meine Gesichtsmuskeln zu verlieren,so sehr kämpfte ich mit einem Lachkrampf.
Natürlich machte die Story im Dorf ihre Runde und die nächsten 14 Tage wurde sie immer mal wieder zum besten gegeben und wurde dabei aufs gemeinste ausgeschmückt.
Doch Frantizek ging auch prima vor einem Schlitten,im Sommer vor einen kleinen Leiterwagen.Damit hab ich dann mein Getreide (immer nur einen Sack) von der Mühle geholt.Mit seinem schicken ,roten Ziegenkumetgeschirre sah er dabei echt gut aus.
Frantizek hat noch viele zum lachen oder zum laufen gebracht.Er ist 9 Jahre alt geworden und verbrachte die letzten 2 Jahre mit einer neuen Freundin,der weißen Ziegendame Tilla-Luise.

Author: Kamikaze's Geschichten

Leben und Leben lassen ich liebe die beste Frau auf der Welt

2 thoughts on “Geschichten von mir”

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: